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Buxtehude sucht 500 weitere Plätze für Flüchtlinge

Die Hansestadt Buxtehude ist auf die ansteigenden Flüchtlingszahlen vorbereitet. „Wir rechnen immer mit 30 neuen Flüchtlingen pro Woche“, sagt Buxtehudes Bürgermeisterin Katja Oldenburg-Schmidt. 

Von Karsten Wisser Dienstag, 02.02.2016, 17:53 Uhr

Wie das TAGEBLATT berichtete, werden zusätzlich zu den 600 bereits in der Stadt vorhandenen Flüchtlinge noch einmal 1000 in 2016 erwartet. Bis Ende März gibt es Quote von 370 Flüchtlingen, die in die Stadt kommen.

„Das ist aber nur eine Prognose anhand der aktuellen Zahlen“, sagt Fachgruppenleiterin Susanne Epskamp. Die neuen Kontingente aus den Notunterkünften in Stade seien seit letzter Woche bekannt und würden die Rechnung der Stadt nicht grundsätzlich ändern (siehe Seite 2. Lokalseite).

Ob es am Ende tatsächlich 1000 Neuankömmlinge für das laufende Jahr werden, hängt von der politischen Großwetterlage ab. Die Stadt richtet sich auf jeden Fall darauf ein, diese Menschen unterbringen zu können. Erklärtes Ziel von Bürgermeister Oldenburg-Schmidt ist es, für diese Menschen weiterhin dezentral Wohnraum finden. Wie lange diese dezentrale Unterbringung möglich ist, wird davon abhängen, wie viele Flüchtlinge wann tatsächlich kommen. Mit allen Standorten, die bereits in Benutzung oder in Planung sind, verfügt die Hansestadt aktuell über eine Reserve von 500 Plätzen. Darin sind auch die Standorte am Park-and-Ride-Platz Neukloster, am Waldstadion in Hedendorf und in Heitmannshausen eingerechnet. An letzteren beiden Orten sollen statt Containerunterkünften Holzhäuser für jeweils bis zu 50 Personen errichtet werden. Bei den aktuellen Zahlen wird die Unterbringungs-Reserven bis Mitte April reichen. „Wir sind auf der Suche und prüfen weitere Standorte“, sagt Fachgruppenleiterin Epskamp.

Einen möglichen Standort, der in der Stadt immer mal wieder diskutiert wird, braucht man dabei allerdings nicht zu prüfen. Das Lühmann-Gelände am Alten Postweg ist für die Unterbringung von Flüchtlingen nicht geeignet, weil es zu nahe am Chemie-Unternehmen Synthopol liegt. Die rechtlichen Vorgaben sehen einen sogenannten Achtungsabstand von 235 Metern vor. In diesem Radius dürfen zum Beispiel Baumärkte, Schulen, Kirchen und eben Flüchtlingsunterkünfte nicht neu entstehen. Daran waren am Standort Alter Postweg die Moschee-Neubaupläne der Buxtehuder Ahmadiyya-Gemeinde gescheitert.

In der Hansestadt Stade wankt das Konzept der dezentralen Unterbringung. Das ehemalige Kreiswehrersatzamt in der Albert-Schweitzer-Straße wird derzeit bezogen. Dort sollen insgesamt rund 100 Personen untergebracht werden.

Personalien

Der gebürtige Stader Marc Olszewski soll der neue Leiter der Stadtjugendpflege in Stade werden. Diese Personalie hat Bürgermeisterin Silvia Nieber am Dienstag bekannt gegeben. Olszewski hat dieses Amt bisher in Buxtehude inne. Er folgt der kommissarischen Leiterin Claudia Naaf-Pawolka, die demnächst die Kindertagesstätte im Altländer Viertel leiten wird. Deren derzeitige Leiterin Angelika Pischner scheidet aus Altersgründen zum 30. April aus.

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