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D/A: Sympathie wird gegen St. Pauli ausgeblendet

Florian Nagel ratlos: Noch hat es an der Offensivpower bei D/A gemangelt. Im dritten Anlauf soll’s klappen.

Florian Nagel ratlos: Noch hat es an der Offensivpower bei D/A gemangelt. Im dritten Anlauf soll’s klappen.

Es geht gegen den sympathischen FC St. Pauli. Das sagt der Präsident des Regionalligisten SV Drochtersen/Assel, Rigo Gooßen, der als HSV-Fan bekannt ist. Am Mittwoch ab 19.30 Uhr legen die Clubs partnerschaftliche Beziehungen 90 Minuten lang auf Halde.

Von Daniel Berlin Dienstag, 09.08.2016, 19:51 Uhr

Das dritte Unentschieden der Spielvereinigung Drochtersen/Assel soll es am Mittwoch nicht geben. St. Pauli einen Punkt zu schenken, soweit reicht die Fußball-Freundschaft nicht. „Mit St. Pauli spielen wir auch auf Augenhöhe“, sagt Gooßen. Deshalb wäre ein Erfolg schön. Die Lage sei beileibe nicht dramatisch beim Regionalligisten nach den Auftakt-Unentschieden gegen den BSV Rehden und VfV Hildesheim. Aber Kritik müsse erlaubt sein. Gooßen hatte nach dem Hildesheim-Spiel seine Unzufriedenheit ausgedrückt und erklärte am Dienstag, es sei noch Luft nach oben. Der Präsident liefert eine mögliche Erklärung gleich mit. „Sicherlich überlagert das Pokalspiel gegen Gladbach alles.“ Aber D/A müsse die Liga im Auge behalten.

Das Verhältnis zwischen dem Kiezclub und D/A galt in den vergangenen Jahren immer als partnerschaftlich. Man schätzt sich. Unkompliziert gestaltete sich die Terminabsprache bei Verlegungen von Ligaspielen und bei Vorbereitungsspielen. Das letzte gewann D/A im Rahmen der Elsdorfer Pokalwochen mit 3:2. Allerdings täusche das Ergebnis, sagt Drochtersens Trainer Enrico Maaßen. Die U 23 des FC St. Pauli werde am Mittwoch im Kehdinger Stadion ganz andere Spieler ins Rennen schicken.

Maaßen pflegte engen Kontakt zu St. Paulis Ex-Trainer Remigius Elert. Der kam auch mal auf einen Kaffee auf Krautsand vorbei, wo Maaßen arbeitet. Zwischen beiden gab es einen groben Austausch über die Gegner, aber vor allem „gute Gespräche nicht nur über Fußball“, sagt Maaßen. Beide befanden sich auf einer Wellenlänge. Elert arbeitet jetzt als Cheftrainer der U 19 im Nachwuchsleistungszentrum in Hamburg. Sein Nachfolger bei der U 23 wurde im Sommer Joachim Philipkowski. Viel Zeit zum Austausch blieb Maaßen und Philipkowski zuletzt in Elsdorf nicht. Der FC-Coach war schwer beschäftigt.

Philipkowski muss akribisch gearbeitet haben. Mit einer neu formierten Mannschaften stieg er mit einem 3:1-Sieg gegen Aufsteiger 1. FC Germania Egestorf-Langreder in die Saison ein. „Er hat ein gutes Team“, sagt Maaßen. Die Hamburger Spieler haben keinen Druck.

Dass D/A unter Druck steht nach zwei Unentschieden, zwei Punkten und Rang zehn, will Enrico Maaßen seinen Spielern ganz schnell wieder ausreden. Drochtersen habe 100 Prozent mehr Punkte als nach zwei Spieltagen in der Vorsaison. Drei Heimspiele in Folge zum Start seien kein Geschenk, zumal die Kehdinger in der Spielzeit 2015/2016 auswärts mehr Punkte einfuhren, als vor eigenem Publikum. Schon jetzt spiele seine Mannschaft besser, als in vielen Spielen der vergangenen Saison. All das sagt Maaßen seinen Fußballern. Gegen die Erwartungshaltung von außen könne er allerdings nichts ausrichten. „So ist die Gesellschaft. Die Leute sind schnell im Vergessen“, sagt er.

Neue Tribüne

D/A testet am Mittwoch die neue Sitzplatztribüne, die für das DFB-Pokalspiel gegen Borussia Mönchengladbach aufgestellt wurde. In der vergangenen Saison verfolgten immerhin 2400 Fans die Partie gegen St. Pauli II im Kehdinger Stadion. Das war Saisonrekord.

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