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Tierisches Rennen

Dackelrennen in München: Der längste Name gewinnt

Manche Dackel haben es lieber gemütlich.

Manche Dackel haben es lieber gemütlich. Foto: Dominik Bartl/dpa

Beim Münchner Dackelrennen rennen die kurzbeinigen Hunde - doch noch aufgeregter sind Herrchen und Frauchen.

Von dpa 18.10.2026, 12:35 Uhr
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München. Am schnellsten war der Dackel mit dem längsten Namen: Bei der vierten Ausgabe des Münchner Dackelrennens hat in der kleinsten Gewichtsklasse bis fünf Kilogramm „Giulietta Beretta vom Rothsee aka Bazooka“ gewonnen - mit 6,14 Sekunden. 

Die zum vierten Mal stattfindende Veranstaltung in der Münchner Motorworld zog nach Schätzungen der Veranstalter am Wochenende gut 30.000 Besucher an. Verbunden sind die Dackelrennen mit einer Messe namens „Dog World“ und Bühnenprogramm, zum Rennen angemeldet waren 127 Tiere, drei mehr als vor einem Jahr. Viele Wettkämpferinnen und Wettkämpfer hatten sowohl kurze Beine als auch kurze Namen, so „Luna“, „Trudi“ und „Frieda“.

Nicht jeder kommt ins Ziel

Die Wettkämpfe finden in mehreren Gewichtsklassen auf einer vierzig Meter langen und acht Meter breiten Rennbahn statt, jeweils drei Dackel treten gleichzeitig gegeneinander an. Obwohl Herrchen und Frauchen im Ziel stehen und nach Kräften anfeuern, ist nicht allen Wettkämpfern klar, dass sie rennen sollen: Manche Dackel erreichen das Ziel nicht, weil sie lieber spielen. „Die müssen nicht rennen, sie können, wenn sie wollen“, sagte Veranstalterin Désirée Rohrer. 

Vor dem Start werden alle Rennhunde gewogen und tierärztlich begutachtet. Die Startnummer eins trug „Adelheid aus Planegg“, die es in ihrer Klasse bis ins Viertelfinale schaffte. „Viertelfinale, hallo! Da muss man erstmal dabei sein“, sagte die zufriedene Besitzerin Manuela Lerch. 

Dackelrennen in der einstigen Dackelhauptstadt 

Veranstalterin Rohrer hatte vor Jahren die Idee zum Münchner Dackelrennen, weil die bayerische Landeshauptstadt einst eine Stadt der Dackelbesitzer war. Der Überlieferung zufolge ist der klassische Münchner Grantler Besitzer eines Dackels, verewigt unter anderem in der Figur des „Herrn Hirnbeiß“ und seines Hundes, die die Karikaturistin Franziska Bilek in der „Abendzeitung“ populär machte. Bei den Rennen soll allerdings nicht das Nörgeln und Schimpfen im Vordergrund stehen, sondern das Vergnügen.

Die Königsdisziplin der Dackelrennen ist die Gewichtsklasse ab acht Kilo aufwärts. In den vergangenen Jahren gewann stets „Luitpold“ aus Eching, der nach Angaben der Veranstalter auch Weltrekordhalter ist.

Vor dem Rennen

Vor dem Rennen Foto: Dominik Bartl/dpa

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