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Das Feuerwehrhaus ist eine Dauerbaustelle

Der Ortsbrandmeister Danny Waltersdorf bei seinem täglichen Rundgang über die Baustelle. Die Fahrzeughalle haben die Brandschützer bezogen, Umkleiden und Schulungsraum sind noch nicht fertig. Foto: Beneke

Der Ortsbrandmeister Danny Waltersdorf bei seinem täglichen Rundgang über die Baustelle. Die Fahrzeughalle haben die Brandschützer bezogen, Umkleiden und Schulungsraum sind noch nicht fertig. Foto: Beneke

Die Bauarbeiten am Feuerwehrhaus in Kutenholz schreiten voran. Wann die Einsatzkräfte ihre neuen Räume beziehen können, steht nicht fest. Immer wieder hat sich der Umbau verzögert. „Wir sind bei unseren Übungsdiensten sehr stark eingeschränkt“, sagt Ortsbrandmeister Danny Waltersdorf. 

Von Daniel Beneke Freitag, 02.11.2018, 12:05 Uhr

Er hofft, dass die Freiwilligen im Frühjahr das Einweihungsfest feiern können. „Wir sind eine sehr aktive Wehr“, sagt Danny Waltersdorf. 50 Einsätze haben die Brandbekämpfer in diesem Jahr absolviert, unter anderem haben sie Großbrände in Kutenholz und den Nachborten gelöscht. Die 56 Aktiven schieben Frust: Sie haben während der Bauphase keinen Übungshof zur Verfügung. Bevor sie ausrücken können, müssen sie über die Baustelle zu den Einsatzfahrzeugen laufen. Parkplätze fehlen. Die zwölf Mädchen und Jungen in der Jugendfeuerwehr haben keinen Aufenthaltsraum. „Es dauert zu lange“, resümiert Waltersdorf.

2002 hatten die Feuerwehrleute den Anbau an ihrem Gebäude an der Fredenbecker Straße bezogen. Inzwischen reichte der Platz nicht mehr aus. Die Vorschriften der Feuerwehrunfallkasse machten eine erneute Erweiterung erforderlich. Zwischenzeitlich hatte die Samtgemeinde Fredenbeck von der Gemeinde Kutenholz das direkt angrenzende Gelände mit dem ehemaligen Kalthaus für einen symbolischen Euro erworben, um darin die Einsatzkleidung zu lagern und der Jugendfeuerwehr Räume zur Verfügung zu stellen. Ein Fehlkauf, wie sich schnell herausstellte. Die Wände waren marode, es regnete durch das Dach. Eine Sanierung hätte sich nicht gelohnt. Deshalb erfolgte im August 2017 der Abriss.

Im April legten Feuerwehrleute und Politiker den Grundstein, im Mai feierten sie das Richtfest. Zunächst sah es so aus, als könnte der von Architekt Bernd Mügge erarbeitete Zeitplan eingehalten werden. Doch es kam immer wieder zu Verzögerungen. Ursprünglich sollten die Bauarbeiten bereits im Sommer dieses Jahres beendet werden. Da war die Halle noch ein Rohbau. Auch ein für den Herbst geplanter Einzug scheiterte. Mal waren die beauftragten Betriebe überlastet, dann kam bestelltes Material nicht zum vereinbarten Zeitpunkt. „Wir freuen uns schon über die kleinen Schritte“, sagt Waltersdorf. Die Einsatzfahrzeuge stehen inzwischen in der neu errichteten Halle. „Wenn alles fertig ist, haben wir ein Feuerwehrhaus der neuesten Generation“, frohlockt der Feuerwehrchef. Die Nutzfläche wird sich verdoppeln.

Aktuell sind Maurer und Verputzer am Werk. In einem Anbau werden ein Raum für die Jugendfeuerwehr, nach Geschlechtern getrennte Duschen und Umkleiden sowie Sozialraum und Büro untergebracht. Aus der Fahrzeughalle wird ein Gruppenraum. Hier werden sämtliche Wände erneuert. Räume mit einer Gesamtfläche von 550 Quadratmetern werden geschaffen. Erstmals können die Feuerwehrleute ihre Einsatzkleidung dann im Gebäude lagern. Die Bereiche, die mit und ohne Einsatzkleidung betreten werden dürfen, sind künftig strikt voneinander getrennt, um Kontaminationen zu verhindern. Ein- und Ausfahrten am Parkplatz werden so gestaltet, dass sich herbeieilende Einsatzkräfte und über die Fredenbecker Straße ausrückende Feuerwehrfahrzeuge nicht in die Quere kommen. Das Platzproblem hat die Samtgemeinde durch den Ankauf eines Nachbargrundstücks lösen können.

Die Kosten steigen. 1,1 Millionen Euro waren für das Projekt veranschlagt. Wie teuer der Bau wird, wollte Samtgemeindebürgermeister Ralf Handelsmann auf TAGEBLATT-Nachfrage nicht sagen. Die konkrete Summe werde nach Abschluss der Arbeiten öffentlich gemacht.
Bis dahin müssen sich die Kutenholzer Feuerwehrleute mit Provisorien behelfen. In den Wintermonaten dürfen sie für ihre Ausbildungsdienste das benachbarte Sportlerheim des VfL Kutenholz nutzen. Die Halle wird, wie bereits im vorigen Winter, mit einer Elektroheizung erwärmt.

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