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Das Hamburg Dungeon hat eine neue Attraktion

Dominik Velz als „Hannes“ und Jeanne-Marie Nigl als „Berta“ im Hamburg Dungeon spielen in der neuenShow. Foto Gateau/dpa

Dominik Velz als „Hannes“ und Jeanne-Marie Nigl als „Berta“ im Hamburg Dungeon spielen in der neuenShow. Foto Gateau/dpa

„Ich wünsche Ihnen ein fröhliches Verrecken“, begrüßt Schauspielerin Berta die Besucher im nachgebauten Gängeviertel im Hamburg Dungeon. Seit Montag hat die Grusel-Show in der Speicherstadt eine neue Attraktion.

Montag, 03.04.2017, 17:25 Uhr

„Ich wünsche Ihnen ein fröhliches Verrecken“, begrüßt Schauspielerin Berta die Besucher im nachgebauten Gängeviertel im Hamburg Dungeon. Seit Montag hat die Grusel-Show in der Speicherstadt eine neue Attraktion.

„Wir wollten die besondere Atmosphäre des historischen Gängeviertels zum Leben erwecken“, sagte Geschäftsführer Andreas Köller. Als Gängeviertel wurden in Hamburg die eng bebauten Wohnquartiere in einigen Teilen der Altstadt und Neustadt bezeichnet. Hier lebte die arme Bevölkerung Hamburgs unter unzumutbaren hygienischen Zuständen, 1892 brach dort die Cholera aus.

Der Arzt Robert Koch schrieb damals an den Kaiser: „Eure Hoheit, ich vergesse, dass ich in Europa bin. Ich habe noch nie solche ungesunden Wohnungen, Pesthöhlen und Brutstätten für jeden Ansteckungskeim angetroffen wie hier.“ Bereits zwischen 1883 und 1888 war das zur Altstadt gehörende Quartier auf dem Großen Grasbrook für den Bau der Speicherstadt abgerissen worden. Für die schummrige Atmosphäre des historischen Hafenviertels haben die Kulissenbauer rund 20 Tonnen Zement, einen Kilometer Holz, 2,3 Kilometer Kabel und 497 Liter Farbe verbraucht.

„Gängeviertel“ ist eine von 13 Dungeon-Shows, die die Besucher mit auf eine Reise durch die Geschichte Hamburgs nehmen. So werden der Große Brand von 1842 und der Pirat Klaus Störtebeker thematisiert, der 1401 in Hamburg auf dem Grasbrook hingerichtet wurde. Weitere Themen sind die Folter, die Inquisition und der Schwarze Tod.

Das Hamburg Dungeon wurde im Mai 2000 in der Speicherstadt eröffnet. Ähnliche Betriebe gibt es auch in Berlin, Amsterdam, London, Edinburgh und Blackpool.

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