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Das ist das Schlusslicht bei der Bildungsstudie

Immer wieder landet Sachsen im Bildungsvergleich der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft vorn. (Symbolbild)

Immer wieder landet Sachsen im Bildungsvergleich der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft vorn. (Symbolbild) Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa

Bei einer jährlichen Bildungsstudie schneidet der Nordwesten abermals nicht gut ab. Bei einzelnen Aspekten sieht das allerdings anders aus.

Von dpa 15.09.2026, 07:03 Uhr
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Hannover. Abermals landet das Bremer Bildungssystem bei einer Studie auf dem letzten Platz. Das geht aus dem diesjährigen „Bildungsmonitor“ der arbeitgebernahen Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) hervor. Auch Niedersachsen schneidet im Bundesländervergleich mit Platz 10 nicht viel besser ab. In einzelnen Aspekten können die beiden Bundesländer aber durchaus überzeugen.

Bewertung aus bildungsökonomischer Sicht

Die vom Institut der deutschen Wirtschaft (IW) durchgeführte Vergleichsstudie untersucht anhand von 98 sogenannten Indikatoren die Bildungssysteme der Bundesländer. So werden etwa die Bildungsausgaben pro Schülerin oder Schüler ins Verhältnis zu den Gesamtausgaben öffentlicher Haushalte pro Einwohner gesetzt. Verglichen werden zudem die Investitionen in Schulen und Hochschulen, der Betreuungsschlüssel in Bildungseinrichtungen, Klassengrößen, die Schulabbrecherquote oder die Beteiligung an Ganztagsangeboten.

Im Fokus stehe, welchen Beitrag das Bildungssystem leiste, um den Wohlstand zu sichern, Aufstiegsmöglichkeiten für den Einzelnen zu schaffen und Teilhabe zu gewährleisten, heißt es.

Nicht alles schlecht in Bremen

Trotz des letzten Platzes ist in Bremen laut der Studie nicht alles schlecht. So schneidet das Bundesland bei der sogenannten Betreuungsrelation am besten ab. Im Schnitt kommen in Bremen auf eine Lehrkraft die wenigsten Kinder. Auch im Bereich der MINT-Fächer - Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik - sowie in den Bereichen Hochschule und Digitalisierung schneidet der Zwei-Städte-Staat vergleichsweise gut ab.

Kritik übt die Studie hingegen in den Bereichen Bildungsarmut, unter anderem wegen einer hohen Schulabbrecherquote. Weiter heißt es in der Studie, Bremer Schüler hätten relativ geringe durchschnittliche Kompetenzen, es werde vergleichsweise wenig in Bildung investiert und Bremen habe den höchsten Anteil an ungelerntem Personal in den Kindertageseinrichtungen.

Niedersachsen überzeugt bei Forschung und Integration

In Niedersachsen fallen die Ausreißer nach oben wie nach unten weniger deutlich aus als im kleinen Nachbarbundesland. Relativ gut schneidet das Bundesland in den Bereichen Forschung, Ausgabenpriorisierung sowie Integration ab. Verhältnismäßig viele Wissenschaftler erreichten einen Doktorgrad, und es gebe viele Drittmittel für die Forschung. Vor allem an Hochschulen, Grundschulen und beruflichen Schulen werde viel investiert. Ferner sei der Zusammenhang zwischen Bildungserfolg und sozialer Herkunft in einigen Bereichen gering.

Nachholbedarf sieht die Studie etwa im Bereich der MINT-Fächer oder bei der Internationalisierung wegen des geringeren Anteils an Fremdsprachenlernern. Ähnlich wie in Bremen gebe es zudem Probleme im Bereich der Schulqualität und der Bildungsarmut.

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