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TDas ist der „coolste“ Ort im Landkreis Stade

Das ist der „coolste“ Ort im Landkreis Stade

Über 30 Meter hoch und nicht nur deshalb ein beeindruckendes Bauwerk: Das Hochregallager der Eisbär Eis GmbH in Apensen ist weithin sichtbar und einer der „coolsten“ Plätze im gesamten Landkreis. Dort herrschen permanent minus 25 Grad Celsius.

Von Sabine Lepél Sonntag, 05.12.2021, 10:58 Uhr

Über 30 Meter hoch und nicht nur deshalb ein beeindruckendes Bauwerk: Das Hochregallager der Eisbär Eis GmbH in Apensen ist weithin sichtbar und mit Sicherheit einer der „coolsten“ Plätze im gesamten Landkreis. Im größten Tiefkühlschrank der Region werden bei einer Temperatur von permanent minus 25 Grad Celsius mehr als 70 Millionen Portionen Eis gelagert. Hineingehen kann nur, wer sehr gut eingepackt ist, so wie die beiden Geschäftsführer von Eisbär Eis, Isabel Schuldt und Martin Ruehs, bei der Vorstellung des riesigen „Gefrierschranks“.

Innen kann die Höhe des Gebäudes nur in bestimmten Bereichen erahnt werden. „Wenn man ein vollautomatisches Lager baut, muss man in die Höhe bauen, damit es sich kostenmäßig rechnet“, erklärt Martin Ruehs. „Die heutige Gabelstaplergeneration kann nur bis zu einer bestimmten Höhe auf die Palettenplätze zugreifen. Solche Lager sind 14 bis 15 Meter hoch. Unseres ist mit 32 Metern doppelt so hoch.“

Eisbär Eis: Ein Lager mit 12.000 Paletten

Bei Eisbär Eis wird Speiseeis im ganz großen Stil produziert – von absoluten Klassikern bis hin zu kompletten Produktneuheiten. Bevor sie in den internationalen Handel gehen, lagern sie im großen Apenser Tiefkühlschrank. Auf der sogenannten Ausschleusungsstrecke werden sie per Fließband vom Regal zur Verladezone transportiert und kommen auf die Lkw, die das Eis aus Apensen zu den Abnehmern transportieren. Im Tiefkühllager ist die kleinste erfasste Einheit eine Palette. Etwa 12.000 Paletten lagern dort auf zwölf Ebenen. Einzelne Kartons werden nach der Produktion vollautomatisch auf die Paletten gepackt, die dann über die Bänder ins Lager fahren.

Wartung: Mitarbeiter tragen Skianzug

Weil die Prozesse automatisiert sind, müssen Mitarbeiter nur zu Wartungszwecken oder wenn etwas klemmt ins eiskalte Lager. „Dann ziehen sie so etwas ähnliches wie einen Skianzug an“, sagt Ruehs.

Das neue Hochregallager, das Eisbär Eis gerade plant und das noch einmal 1,33 Meter höher wird als das bestehende, wird übrigens nicht so ein „cooler“ Ort. „Das wird kein Tiefkühllager“, erklärt Geschäftsführerin Isabel Schuldt. „Wir werden dort Rohstoffe, Halbfabrikate und Verpackungen lagern.“

Die Eisbär-Eis-Geschäftsführer Isabel Schuldt und Martin Ruehs gut eingepackt im großen Tiefkühllager, wo 70 Millionen Portionen Eis lagern.

Die Eisbär-Eis-Geschäftsführer Isabel Schuldt und Martin Ruehs gut eingepackt im großen Tiefkühllager, wo 70 Millionen Portionen Eis lagern.

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