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Das neue Haus der Stader Privatschule

Seit zwei Wochen gehen die 200 Schüler der Stader Privatschule nicht mehr nach Campe, sondern in die Glückstädterstraße zum Unterricht. Fotos: Stief

Seit zwei Wochen gehen die 200 Schüler der Stader Privatschule nicht mehr nach Campe, sondern in die Glückstädterstraße zum Unterricht. Fotos: Stief

Ein Klebeband zeugt von einem Provisorium und auch das Café Oskar ist noch nicht ganz fertig. Aber im frisch bezogenen Gebäude der Stader Privatschule wird schon gelehrt und gelernt. Und mit dem neuen Haus an der Glückstädter Straße kommen weitere Neuerungen.

Von Wilfried Stief Donnerstag, 14.02.2019, 11:51 Uhr

Seit Februar ist an der Stader Privatschule, die über 60 Jahre ihren Sitz in Campe hatte, alles anders. Statt 900 Quadratmetern stehen im ehemaligen Ärztehaus gleich in der Nachbarschaft vom Vincent-Lübeck-Gymnasium über 2000 Quadratmeter zur Verfügung. Und das Dachgeschoss ist noch gar nicht ausgebaut. Lehrer unterrichten dort nun in fast doppelt so großen Klassenzimmern und, Schulleiter Dirk W. Kühne mag es gar nicht sagen, weil es in Privatschulkreisen eine Seltenheit ist: Eine Aula gibt es auch. Im Souterrain, wo zu Ärztehaus-Zeiten Vortragsveranstaltungen und Fortbildungen liefen.

Im grundlegend sanierten Haus wurden viele Mauern eingerissen. So entstanden große Freiflächen, die genau ins pädagogische Konzept passen. Die rund 200 Schülerinnen und Schüler sollen lernen, ihren Stoff selbstständig anzugehen. In kleinen Gruppen, die sich mit ihren Tablets in ruhige Zonen im Haus zurückziehen können.

Das wird auch beim neuen Angebot, der Realschule pro Mint, verfolgt, die ganztags an den Start geht. Bereits in der 5. Klasse wird es das Fach Lerncoaching geben und entsprechende Aufgaben, die innerhalb von ein paar Wochen erfüllt werden müssen. Wie schnell die Schüler in welchen Fächern voranschreiten, müssen sie selbst entwickeln, erklärt Kühne das Konzept. Die Zielvorstellung: In der 10. Klasse fragen die Schüler den Lehrer, was er eigentlich andauernd noch hier will.

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Die Realschule bietet den Fächerkanon einer Realschule, wie es das Gesetz vorsieht. Darüber hinaus gehen die Schüler täglich in die Mint-Fächer, also Naturwissenschaften, Informatik und Technik. Dann wird ganz praxisnah gelernt, zum Beispiel beim Programmieren mit Lego-Robotern. Die Werbetrommel hat Kühne schon kräftig gerührt. Vor allem möchte er Mädchen motivieren, die Jungs kämen von allein“, sagt Kühne. Die Realschule, die im Sommer an den Start geht, wird übrigens von einer Naturwissenschaftlerin, der Chemikerin Ute Pieper, geleitet.

Als Wachstumsbereich kristallisiert sich derzeit auch der Bereich Sozialpädagogik heraus. Die Schule bildet Fachpersonal zum Beispiel für Kitas aus. Hier zeichne sich derzeit eher ein Mangel an Lehrkräften denn an Lernenden ab.

Bekannt ist die Stader Privatschule, deren Schüler aus den Bereichen Stade, Buxtehude und Neu Wulmstorf kommen, zudem für ihre Fachoberschulen Wirtschaft und Sozialpädagogik sowie für ihre Berufseinstiegsklasse Wirtschaft. Außerdem gibt es Deutschkurse und die Sprachförderklasse im Berufsfeld Wirtschaft und Verwaltung.

Offene Türen

Interessierte können sich über die Arbeit an den unterschiedlichen Schulformen der Stader Privatschule am Tag der offenen Tür am Sonnabend, 16. Februar, zwischen 10 und 16 Uhr in der Glückstädter Straße 8 informieren. www.stader-privatschule.de

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