Demo in Stade gegen schwimmendes LNG-Terminal geplant
Wie hier in Wilhelmshaven will das Klimabündnis gegen LNG auch in Stade protestieren. Foto: Klimabündnis
„Das Pannen-LNG-Terminal muss wieder weg!“, findet das Klimabündnis gegen LNG und ruft zu einer Protestkundgebung am kommenden Wochenende in Stadersand auf.
Stade. Die Energos Force, das schwimmendes LNG-Terminal, ist nach langer Abwesenheit wieder zurück in Stade. Für Martin Lüdders vom Klimabündnis gegen LNG aus Stade ist das kein Grund zur Freude, sondern „ein fatales Signal“ für das Anheizen der Klimakatastrophe: „Während die Gaslobby die Korken knallen lässt, leidet die Bevölkerung unter den Folgen dieser vergangenheitsorientierten Technologien, die keine Zukunft haben. Das Pannen-LNG-Terminal muss wieder weg!“ Am Sonntag, 27. September, um 14 Uhr, ruft das Bündnis deshalb zu einer Protestkundgebung in Stadersand auf.
Hohe Kosten für den Steuerzahler
Wie berichtet, hatte das schwimmende Terminal, die sogenannte FSRU (Floating Storage and Regasification Unit) ein Jahr lang ungenutzt im Hafen gelegen. Die Chartergebühren kosteten den Steuerzahler nach TAGEBLATT-Informationen trotzdem eine sechsstellige Summe - täglich. Das Klimabündnis spricht von jährlichen Charterkosten von 55 Millionen Euro netto.
T Sie ist wieder da: LNG-Schiff liegt jetzt wieder in Stade-Bützfleth
T Nein zu LNG: Klimacamp auf einer Obstplantage in Guderhandviertel
Gleichzeitig seien die existierenden Gasspeicher in Wilhelmshaven, Brunsbüttel und Rügen trotz leerer Gasspeicher kaum ausgelastet. Denn die Flüssigerdgas-Preise seien aufgrund globaler Krisen extrem hoch und das Importieren von LNG sei deshalb im Vergleich zu günstigen erneuerbaren Energien unwirtschaftlich. (ari)
Copyright © 2026 TAGEBLATT | Weiterverwendung und -verbreitung nur mit Genehmigung.