TDemokratie am Leben erhalten
Zum Artikel „Zehntausende gegen Merz“ (TAGEBLATT vom 3. Februar) schreibt Michael Mecklenburg aus Buxtehude:
Ja, es reicht. Ja, nochmals, es reicht nun wirklich. Es muss aufhören, dass Unschuldige zu Opfern, durch Versagen der Politik, in unserem Land werden. Es muss aufhören, dass Schuldzuweisungen hin- und hergeschoben werden „frei nach dem Motto“ Mundgeruch hat immer der andere. Es wird Zeit, dass Probleme gelöst und nicht verwaltet werden. Wie aber nun ein erfolgversprechender Kanzlerkandidat der Union seinen politischen Kurs verlieren konnte, ist vielen ein Rätsel. In der Sache richtig, aber auf dem Weg dahin eben verkehrt. Das kommt eben davon, wenn man nur geradeaus schaut und links und rechts bewusst ignoriert. Die Quittung kommt prompt, Tausende Menschen gehen, empört darüber, auf die Straße, um ihren Unmut kund zu tun und eben nicht wollen, dass die symbolische Brandmauer, die unsere Demokratie vor Feinden schützen soll, beschädigt wird. Gut so. Nie war es meiner Meinung nach so schwierig, eine richtige Wahlentscheidung zu finden. Unser nächster Kanzler sollte aber schon in der Lage sein, unser Land souverän wieder auf den richtigen Weg zu bringen und Politik wieder so gestalten, wozu es eben demokratische Mehrheiten aus der Mitte braucht, und dass der Wille der Bevölkerung dabei nicht aus dem Auge verloren wird. Es gibt für die nächste Regierung viel in der Migration, Wirtschaft und Sozialpolitik zu tun. Wir sollten als Gesellschaft und vor allem in der Politik wieder mit- und nicht gegeneinander arbeiten. Wir haben nun die Wahl und sollten mit unserer Stimme die Demokratie, in unserem schönen Land, auf das wir stolz sein können, am Leben erhalten. Und ja, alles braucht seine Zeit.