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TDennis Dodt jagt seinen DM-Traum

Dennis Dodt läuft vorne weg. Bei der DM muss er aber einen klaren Favoriten herausfordern. Foto: Archiv

Dennis Dodt läuft vorne weg. Bei der DM muss er aber einen klaren Favoriten herausfordern. Foto: Archiv

Dennis Dodt bestreitet zwei Wettbewerbe bei den Deutschen Meisterschaften. Der Läufer des VfL Stade jagt seinen Traum, er möchte Deutscher Meister werden. Ein Konkurrent ist der scheinbar unbesiegbare Favorit. Dodt hofft auf einen möglichen Vorteil.

Samstag, 12.08.2023, 08:00 Uhr

Bronze über die 5000 Meter hat sich der 49-Jährige in diesem Jahr schon bei der Deutschen Meisterschaft in der Altersklasse M50 geschnappt. Das Ergebnis spiegelte die Zeiten in der deutschen Bestenliste. Dodt feierte Bronze wie einen Sieg. Es ist seine zweite Saison auf der Bahn. Im vergangenen Jahr holte er schon als ältester Läufer in der M45-Konkurrenz Silber über 800 Meter und Bronze über 1500 Meter bei der DM. Nach seiner Debütsaison sagte er, dass er im taktischen Bereich sowie an seiner Endbeschleunigung arbeiten müsse. Zumal die jetzige M50-Konkurrenz stärker ist als die M45.

Dodt hofft auf einen Vorteil am Sonntag - trotz Verletzung

Dodt ist optimistisch nach Mönchengladbach gereist. In der Vorwoche ist er bei einem Rennen in Delmenhorst die 1500 Meter in 4:29,86 Minuten gelaufen. Der Führende war weit weg, er als Zweiter lief auch für sich allein. Er gewann in seiner Altersklasse und wurde Gesamtzweiter. „Aber das Wichtigste war, dass mein Rücken den Härtetest bestanden hat“, so Dodt. Er hat seit gut vier Wochen einen verhärteten Rücken, unter anderem aufgrund eines Hüftschiefstands. Dodt konnte zwei Wochen vor dem Lauf in Delmenhorst nicht trainieren, ist mehr beim Physiotherapeuten als am Laufen.

Am heutigen Samstag geht es bei der DM auf die 1500-Meter-Strecke. Der klare Favorit, der amtierende Deutsche Meister, geht mit einer sechs Sekunden besseren Zeit als Dodt an den Start. „Ich will ihn fordern“, sagt Dodt. Er weiß aber auch: „Wenn er durchzieht, habe ich keine Chance.“

Dodt ist in der deutschen Bestenliste jeweils hinter ihm gelistet über die 1500 und 800 Meter.

Trotzdem hofft Dodt auf seine Chance am Sonntag über 800 Meter. „Ich kann schnell regenerieren, mal sehen, wie es bei ihm ist.“ Das 800-Meter-Rennen wird ein enger Sechs-Kampf. Drei Läufer des Favoritenkreises haben die 1500 Meter vom Vortag in den Beinen, drei gehen frisch an den Start. „Ich trau mir den Titel zu“, sagt Dodt kämpferisch.

Er hofft auf warme Temperaturen. Damit kann er gut umgehen. Für seinen Rücken wäre Wärme auch besser als Kälte.

Dodt sammelte auch in diesem Jahr bei jedem Start Medaillen. Er wurde Bezirks- und Landesmeister über 3000 Meter im Crosslauf sowie Landesmeister über 5000 Meter. Er stellte Kreisrekorde über fünf verschiedene Distanzen auf. Er jagt nur noch seinen Traum vom DM-Gold. Ein bisschen Aberglaube hat Dodt auch im Gepäck: „Die Deutsche Meisterschaft findet in Mönchengladbach statt, besser geht’s nicht für mich als Gladbach-Fan.“

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