Der Landkreis Stade leistet „sehr viel für die Menschen“
Landrat Kai Seefried, Übersetzerin Viktoria Kirn und Konsulin Olha Novytska enthüllen eine Flagge des Landkreises Stade, die – mit den Unterschriften der Helferinnen und Helfer – nach Mykolajiw geht. Foto: Benecke
Ukraine-Konsulin Olha Novytska bedankt sich für das Engagement im Landkreis Stade. Nach dem Kriegsende soll es Partnerschaften geben und junge Menschen sollen zusammenkommen.
Landkreis. „Wir hoffen, dass die Menschen in der Ukraine bald in Frieden leben können“, sagte Konsulin Olha Noytska vom Generalkonsulat der Ukraine in Hamburg am Donnerstagnachmittag bei einem Besuch im Landkreis Stade. Gemeinsam mit Landrat Kai Seefried eröffnete sie ein Kinderfest im Rahmen eines Ferienprogramms für Mädchen und Jungen aus der niedersächsischen Oblast Mykolajiw, das der Landkreis in diesem Sommer zum zweiten Mal ausrichtet.
„Der Landkreis Stade leistet sehr viel für die Menschen in der Ukraine“, betonte die Diplomatin bei ihrem Besuch der Kinderfreizeit. Seit Beginn der russischen Vollinvasion engagiert sich der Landkreis Stade in der humanitären Hilfe – zum Beispiel mit regelmäßigen Hilfstransporten. Zuletzt hatten Einsatzkräfte aus Feuerwehren und Hilfsorganisationen an Christi Himmelfahrt wieder Fahrzeuge und Equipment für Rettungsdienste und Kliniken an die polnisch-ukrainische Grenze überführt.
Konsulin Novytska äußerte die Hoffnung
Eine offizielle Partnerschaft zwischen dem Landkreis Stade und einer ukrainischen Kommune in der Oblast Mykolajiw – der am Schwarzen Meer gelegenen Partnerregion Niedersachsens – soll möglich werden. Nach dem Krieg soll auch ein Schüleraustausch stattfinden, um junge Menschen aus beiden Ländern zusammenzubringen. Die Sehnsucht nach dem Kriegsende sei unendlich groß.
„Wir hoffen mit Ihnen darauf“, sagte Landrat Kai Seefried. „Es gibt keinen Tag, auf den wir uns mehr freuen.“ Die Kinderfreizeit sei ein Zeichen für den Frieden in der Ukraine und in Europa. Ein breites gesellschaftliches Bündnis ermögliche den Aufenthalt der 50-köpfigen Delegation aus Mykolajiw im Landkreis Stade. Das Deutsche Rote Kreuz, die Johanniter Unfallhilfe, die Landfrauen, die evangelische Kirche: Viele Institutionen beteiligen sich an dem Aktionsprogramm.
Die Blaulicht-Organisationen gestalteten das Programm des Kinderfestes, das am Donnerstag beim Technologiezentrum des Handwerks in Stade stattfand, wo die Gruppe im Gästehaus untergebracht ist. Das Deutsche Rote Kreuz war mit Hüpfburg und Kinderschminken dabei, die Feuerwehr mit Slush-Eis, Popcorn und einer Drehleiter. Am Stand der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft wurde gebastelt. Außerdem gab es einen Parcours mit Geschicklichkeitsspielen.
Der Geschäftsführer des DRK-Kreisverbandes, Kai Schulz, kam mit einem großen Korb mit Süßigkeiten vorbei. Er hob das große ehrenamtliche Engagement in der Ukraine-Hilfe im Landkreis Stade hervor. Caterer Dussmann spendete eine Box mit ukrainischen Kinderbüchern.
In den vergangenen Tagen waren die Kinder und Jugendlichen aus Mykolajiw mit ihren Begleiterinnen unter anderem mit dem Tidenkieker auf der Elbe unterwegs, im Natureum und im Heide-Park sowie auf einem Bauernhof. Geplant sind noch ein Besuch im Kids-Planet und eine Andacht zum Abschluss.
Spendenkonten
Spenden für die Kinderfreizeit können unter dem Verwendungszweck „Kinderfreizeit Ukraine Landkreis Stade“ auf folgende Konten eingezahlt werden:
• DRK-Kreisverband Stade gGmbH, IBAN: DE12 2415 1116 0000 1131 18
• Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. – Regionalverband Bremen-Verden, IBAN: DE16 3702 0500 0004 3107 18
Copyright © 2026 TAGEBLATT | Weiterverwendung und -verbreitung nur mit Genehmigung.