Der Rohbau am Planetarium ist abgeschlossen
Bereits seit August vergangenen Jahres wird am Umbau des Planetariums gearbeitet. Am Dienstag wurde Richtfest gefeiert. Foto Adams
Seit August vergangenen Jahres wird das Planetarium umgebaut. Die Erweiterungsarbeiten im Planetarium Hamburg haben nun einen wichtigen Meilenstein geschafft: Der Rohbau ist abgeschlossen. Am Dienstag wurde ein zünftiges Richtfest mit allen Beteiligten gefeiert.
Die Veränderungen und Neubauten im Sockelbereich des Gebäudes sind nun nicht nur deutlich sichtbar, sondern auch begehbar. Im künftigen Mitarbeiter-Bereich des Sternenhauses wurde am Dienstag ausgelassen der nächste große Zwischenschritt gefeiert. Mit dem Abbruch, den Erdarbeiten und dem Rohbau sei nun die größte Strecke zurückgelegt, betonte Geschäftsführer Michael Jenke.
Kernstück der Arbeiten ist der Ausbau des von außen begrünten Sockels, auf dem der Wasserturm steht. Auf den auf Stadtparkniveau neu entstehenden Flächen im Sockel und der erweiterten bisherigen Foyerebene im ersten Obergeschoss wird neuer Platz für Gastronomie, Shop, Veranstaltungen, Ausstellungen, Büros und Toiletten geschaffen. Von außen ist dies kaum erkennbar. Statt auf einem Hügel wird die Dachterrasse nun auf dem neuen Gebäudeteil stehen. Der Zugang zum Planetarium wird zukünftig ebenerdig vom Stadtpark aus sein. Zwei Aufzüge zum Sternensaal und einer zur Aussichtsplattform werden dann den Zugang erleichtern. Zuvor war die Plattform nur über Treppen erreichbar. Außerdem gibt es dann mehr Ein- und Ausgänge. Ab Anfang 2017 werden die neuen Räumlichkeiten und Serviceeinrichtungen so allen Besuchern verbesserte Zugangsmöglichkeiten, mehr Platz, mehr Komfort und erweiterte Veranstaltungsmöglichkeiten bieten.
7,5 Millionen Euro hatte die Stadt zur Verfügung gestellt. Die Arbeiten sind voll im Kosten- und Zeitplan. Der Um- und Neubau musste bis ins Detail mit Denkmalschützern abgestimmt werden, da das Gebäude unter Denkmalschutz steht.
Ursprünglich war das Planetarium im Stadtpark 1910 von Baudirektor Fritz Schumacher als optisch-markanter Wasserturm gebaut worden. Schon 1924 musste das Gebäude wegen zu geringen Wasserdrucks außer Dienst gestellt werden. Am 22. April 1930 fand vor geladenen Gästen die erste Sternenvorführung mit einem Zeiss-Planetarium-Modell-II statt. Heute ist das Hamburger Planetarium mit mehr als 300 000 Besuchern im Jahr Deutschlands erfolgreichstes Sternentheater. Das soll es auch bleiben.
Seit 3. August 2015 wird das Planetarium offiziell umgebaut und modernisiert. Die Bauarbeiten begannen im September mit der Baustelleneinrichtung und umfangreichen Erd- und Abbrucharbeiten am Sockel und dem Bestandskörper. Mit dem Abschluss des Rohbaus geht es nun an den Innenausbau, Fenster werden eingesetzt, Wände gezogen, und die Verkabelung steht an. „Ich freue mich darauf, wenn die Technik endlich wieder einzieht“, so Planetariumsdirektor Thomas W. Kraupe. Voraussichtlich im November folgt dann das Team.
Während das Planetarium geschlossen ist, gibt es mit „Planetarium on Tour“ dennoch Veranstaltungen rund um die Sterne.
Sonnenblick live: Himmelsführungen in der Hafencity, 28.4., 26.5., 16.6. und 30.6. von 12 bis14 Uhr, Magellan-Terrassen, Am Sandtorpark 2, 20457 Hamburg.
Merkurtransit live: Veranstaltung der Sternwarte Bergedorf und des Planetariums Hamburg mit Livebeobachtungen an Teleskopen und diversen Vorträgen: 9. Mai, 13.15 bis 18 Uhr auf dem Gelände der Sternwarte, Gojenbergsweg 112, 21029 Hamburg.
Der Berliner Goldhut, ein Vortrag von Rahlf Hansen, 17. Mai, 19.30 Uhr, Archäologisches Museum Hamburg, Museumsplatz 2, 21073 Hamburg.