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Die Commerzbank in der Region ist im Aufwind

Firmenkundenbetreuer Thomas Lange (links) und Filialdirektor Dennis Frenzel ziehen eine positives Bilanz für die Commerzbank . Foto von Borstel

Firmenkundenbetreuer Thomas Lange (links) und Filialdirektor Dennis Frenzel ziehen eine positives Bilanz für die Commerzbank . Foto von Borstel

Die Jahresbilanz der krisengebeutelten Commerzbank überraschte im Februar die Analysten: Das Geldinstitut vervierfachte seinen Gewinn im Jahr 2015 auf über eine Milliarde Euro. Kein Wunder, dass auch die Commerzbank-Banker in der Region frohen Mutes sind.

Dienstag, 05.04.2016, 18:00 Uhr

Die Jahresbilanz der krisengebeutelten Commerzbank überraschte im Februar die Analysten: Das Geldinstitut vervierfachte seinen Gewinn im Jahr 2015 auf über eine Milliarde Euro. Erstmals seit der Finanzkrise 2009 zahlt die Bank somit wieder eine Dividende an ihre Aktionäre. Kein Wunder also, dass auch die Commerzbank-Banker in der Region frohen Mutes sind.

„Wir sind Teil dieses Ergebnisses – es hat keine direkten Auswirkungen, aber es ist ein positives Moment“, sagt Thomas Lange, Firmenkundenbetreuer für die Commerzbank im Gebiet Hamburg/ Stade. Positiver Begleiteffekt sei, dass das Netz von 1050 Filialen trotz des Ausbaus im Online-Sektor unangetastet bleibe.

Die entscheidende Frage sei derzeit, wie Geldanlagen in der Null-Zins-Phase richtig getätigt werden können, sagt Dennis Frenzel, Filialdirektor in Stade. „Wir müssen unseren Kunden klarmachen, dass es Rendite nicht mehr ohne Risiko gibt“, so Frenzel, der im Raum Stade im Vorjahr auf einen Zuwachs von 200 Kunden blickt und somit 8800 Privat- und Geschäftskunden betreut. In Buxtehude stehen insgesamt 8500 Kunden in beiden Geschäftsfeldern zu Buche, das macht ein Plus von 400 Kunden.

Das Anlagevolumen beim Geldinstitut erhöhte sich in Stade um 12,5 Prozent auf 100 Millionen Euro, in Buxtehude um 14,9 Prozent auf 105 Millionen Euro. In Sachen Dispozinsen ist in den vergangenen Jahren viel Kritik an deutschen Banken geübt worden. Bei der Commerzbank rangiert der Überziehungszins mit 10,75 Prozent derzeit im Bundesvergleich im Mittelfeld. „Wir raten immer von der Nutzung ab – es gibt bessere Alternativen wie Ratenkredite mit guten Konditionen“, erklärt der Filialdirektor.

Die hohe Nachfrage nach Immobilien sei ungebrochen, so Frenzel. In Stade habe die Bank 2015 Immobilien im Wert von 12 Millionen Euro finanziert, in Buxtehude mit einem Volumen von 21 Millionen Euro. Das niedrige Zinsniveau sei für die Baufinanzierung ein Segen, die oft zitierte Immobilienblase sei nicht in Sicht. Doch: Die Zinsen würden gravierende Auswirkungen auf die private Altersvorsorge haben, prophezeit der Filialleiter.

„Wenn die Europäische Zentralbank so weiterarbeitet, wird sich das perspektivisch negativ in unseren Zahlen niedergeschlagen“, so Thomas Lange mit Blick auf die Niedrigzinspolitik der Notenbank. Aber: „Die wirtschaftlichen Rahmendaten in der Region sind sehr positiv und wir haben einige wirtschaftliche Schwergewichte und sogar Weltmarktführer“, sagt Lange. Der Markt habe derzeit zwar wenig Dynamik in beide Richtungen, davon werde die Commerzbank aber im positiven Sinne teilhaben.

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