Die Segelmacherin, die keine Segel macht
Der Arbeitstisch der Segelmacherin Meike Rinck ist so groß, dass eine Lkw-Plane drauf passt. Im Hintergrund lehnen die verschiedenfarbigen PVC-Rollen an der Wand. Foto: Meybohm
Es gibt keine Maschine, die Zelte, Pavillons oder Anhängerplanen fertig ausspuckt: In all diesen Dingen steckt die Handarbeit von Segelmachern wie Meike Rinck. Die Altländerin wurde gerade zu Deutschlands bester Gesellin ihres Handwerks gekürt.
Meike Rinck zieht cremeweißes Polyvinylchlorid von der Rolle und breitet es über ihrem Arbeitstisch aus, der fast so lang ist wie die Halle. Am Ende soll aus dem Kunststoff ein Pavillon mit Fenstern entstehen. Doch bis es soweit ist, liegen noch viele Handgriffe vor der 21-jährigen Segelmacherin.
In diesem Jahr hat sie ihre Ausbildung frühzeitig abgeschlossen, nach zwei statt drei Jahren. Sie ist nicht nur gut in dem was sie macht, sondern gehört sogar zu den besten Nachwuchshandwerkern Deutschlands: Mitte Dezember wurde sie vom Zentralverband des Deutschen Handwerks als beste Segelmachergesellin ausgezeichnet.
Meike arbeitet bei „Planen Rinck“ in Hollern. Die Firma stellt Planen für Zelte, Lkw, Boote, Anhänger oder Carports her. Meikes Vater Klaus hat die Firma 1999 gegründet und ist seit 1985 als Segelmachermeister selbstständig. Zu den größten Kunden des Unternehmens zählen die Karl Mayer AG und Airbus. Jedes Seitenleitwerk des Flugzeugherstellers kommt aus Stade – und wird in einer maßgefertigten Plane aus Hollern wasserdicht verpackt auf den Weg geschickt.
Mehr über die Arbeit der Segelmacherin lesen Sie am Sonntagabend im Abobereich auf TAGEBLATT online und am Montag im TAGEBLATT.