Diese Buxtehuder Straßen werden als nächste saniert
Diese Straßensanierungs-Projekte sind in den kommenden drei Jahren geplant: Die Hastedtstraße soll als erste instandgesetzt werden. Parkstraße und Halepaghenstraße sollen im Jahr 2020 folgen. 2021 ist dann die Sanierung der Carl-Hermann-Richter-Straße geplant. Fotos: Richter
Radfahrer und Fußgänger müssen höllisch aufpassen, für Autofahrer sind die Hügel im besten Fall eine automatische Verkehrsberuhigung: Die schlimmsten Buckelpisten Buxtehudes brauchen eine Sanierung. Jetzt ist klar, welche zuerst dran sind.
Die Stadt Buxtehude hat insgesamt 488 Straßen. 454 davon mit einer Länge von 128,6 Kilometern fallen in ihren eigenen Zuständigkeitsbereich. Laut einer Untersuchung der damit von der Stadt im Jahr 2017 beauftragten Gesellschaft für Straßenanalyse (GSA) sollten in den kommenden fünf Jahren genau 70 dieser Straßen saniert werden.
16 davon stehen nun in der Prioritätenliste, die die Fachgruppe 66 (Straßen und Grünanlagen) am Mittwochabend vorgestellt und die der Buxtehuder Bauausschuss mit großer Mehrheit befürwortet hat. In dieser Liste sind allerdings nicht unbedingt auch die Straßen gelandet, die von der GSA am schlechtesten bewertet worden sind.
„Hat uns die GSA-Liste denn dann überhaupt bei der Bewertung geholfen?“, wollte Michael Lemke (Grüne) wissen. Die klare Antwort lautete: Ja. Die Fachgruppe 66 habe die von der GSA gewonnenen Daten und Erkenntnisse als Grundlage verwendet, um dann mit örtlicher Fachkenntnis weitere Faktoren einzubeziehen. Die GSA hat lediglich eine Zustandsnote vergeben und die Nutzungsdauer einbezogen. In die endgültige Bewertung hat die Fachgruppe 66 beispielsweise die Bodenbeschaffenheit (Moor-, Marsch- oder Sandboden?), den Zustand der Kanäle und ohnehin geplante Kanalarbeiten auf Basis von Informationen der Stadtwerke einfließen lassen. Auch die Frage, ob die Straße als Geh- und Radweg oder als Schulweg genutzt wird, war zentral.
Vor der Sitzung hatte der Bauausschuss die infrage kommenden Straßen bei einer Bereisung noch einmal persönlich in Augenschein genommen und den Mitarbeitern der Fachgruppe dazu Fragen stellen können. „Es war gut, vor Ort noch einmal fachliche Erläuterungen bekommen zu können“, fand Arnhild Biesenbach (CDU). Alle Fraktionen stimmten letztlich einhellig dem Vorschlag der Verwaltung zu.
Die damit empfohlene Prioritätenliste sieht so aus: Als erste soll im Jahr 2019 die Hastedtstraße (421 Meter) saniert werden. Wer sie kennt, weiß: Die Straße verläuft mittlerweile sowohl längs als auch quer in Wellen, Pflastersteine lösen sich. 2020 sollen die Parkstraße (193 Meter), die zu den Seiten stark versackt und deren Pflaster regelrechte Verwerfungen aufweist, sowie die Halepaghenstraße (540 Meter) saniert werden. Letztere ist eine lediglich für den Anliegerverkehr freigegebene Fahrradstraße, die zur Grundschule Harburger Straße führt. Das Pflaster: Löchriger Flickenteppich.
2021 soll dann auch die ebenfalls in Wellen verlaufende Carl-Hermann-Richter-Straße (524 Meter) mit ihrem fehlerhaften Pflaster in Angriff genommen werden. Danach folgen 2022 die Feldstraße, die Gartenstraße und die Jahnstraße, 2023 der Heitmannsweg und der Mühlenweg, 2024 die Bertramstraße, Im Petersmoor und Königsdamm sowie 2025 schließlich die Giselbertstraße.
„Bis 2025“, fiel Alexander Paatsch (SPD) auf, „stehen dann aber nur 16 Namen in der Liste, obwohl laut GSA-Gutachten eigentlich 70 Straßen in den nächsten fünf Jahren der Sanierung bedürfen“. Das Bauamt will sich den aktuellen Zustand der Buxtehuder Straßen aber 2023 noch einmal ansehen und geht davon aus, dass dann noch einige der 70 Straßen ebenfalls saniert werden müssen. Dazu, was die Straßenerneuerungs-Maßnahmen ungefähr kosten werden, wollte das Buxtehuder Bauamt noch gar nichts sagen. Bis zu den Haushaltsberatungen nach der Sommerpause, sagte Fachgruppenleiter Rainer Ratzke zu, werden aber Kostenschätzungen vorliegen.
Die Hastedtstraße, eine Wohnstraße, die von vielen auch als Anfahrtsweg zum Bahnhof genutzt wird, soll 2019 saniert und damit als erste instandgesetzt werden. Übrigens ist nicht nur der sichtbare Zustand in die Bewertung eingeflossen: Unter
Die sanierung der Halepaghenstraße ist 2020 geplant.
Die Parkstraße weist starke Verwerfungen in der Pflasterung auf und sol 2020 ebenfalls saniert werden.
2021 ist dann die Sanierung der ebenfalls zum Bahnhof führenden Carl-Hermann-Richter-Straße geplant. Fotos: Richter