Zähl Pixel
Archiv

Ehrenpreis für Bettina Tietjen

Der DHPV-Vorstandsvorsitzende Winfried Hardinghaus, die Schauspieler Simone Witte und Götz Schubert (Botschafter der Deutschen Hospiz- und Palliativ-Stiftung) mit Preisträgerin Bettina Tietjen. Foto DHPV

Der DHPV-Vorstandsvorsitzende Winfried Hardinghaus, die Schauspieler Simone Witte und Götz Schubert (Botschafter der Deutschen Hospiz- und Palliativ-Stiftung) mit Preisträgerin Bettina Tietjen. Foto DHPV

Die Moderatorin aus Harburg macht sich seit Jahren für die Hospizarbeit stark.

Montag, 01.02.2016, 15:13 Uhr

Große Ehre, viel Applaus: Für ihren langjährigen Einsatz im DRK-Hospiz in Harburg und ihr öffentliches Eintreten für Demenzkranke hat Moderatorin Bettina Tietjen in der vergangenen Woche in Berlin den „Ehrenpreis für Öffentlichkeitsarbeit“ des Deutschen Hospiz- und Palliativ-Verbandes (DHPV) erhalten. „Die Hospizbewegung zu unterstützen ist mir ein Herzensanliegen“, erklärte die Harburgerin auf der Bühne.

Im Rahmen des Neujahrsempfangs des Deutschen Hospiz- und Palliativ-Verbands in den Räumlichkeiten des Sankt Gertrauden-Krankenhauses überreichte Professor Winfried Hardinghaus, Vorstandsvorsitzender des DHPV, Bettina Tietjen den Ehrenpreis. Der Vorstand des DHPV begründete seine Wahl: „Durch ihren Einsatz für das Hospiz für Hamburgs Süden setzt Bettina Tietjen ein klares Zeichen gegen die Verdrängung von Sterben und Tod aus dem Leben.“ Zudem lasse sie in ihrem Buch „Unter Tränen gelacht“ die Leserschaft nicht nur an den traurigen und verunsichernden Seiten der Demenz teilhaben, sondern sie zeige, dass Demenz auch die Möglichkeit birgt, einen Menschen neu kennenzulernen, sich neu auf ihn einzulassen und von ihm für das eigene Leben zu lernen.

Über den Preis freut sich auch Britta True, Leiterin des Hospizes in Harburg: „Großartig, dass der DHPV das außergewöhnliche Engagement unserer Schirmherrin auf diese Weise würdigt“, meinte True. „Wir haben Bettina Tietjen sehr viel zu verdanken. Mit ihrer Hilfe ist es uns gelungen, Menschen zu erreichen und Berührungsängste abzubauen.“

Bereits seit 2012 engagiert sich die bekannte TV-Moderatorin für das DRK-Hospiz in Harburg. Zu Beginn ihres ehrenamtlichen Einsatzes stand die Eröffnung des Hospizes aufgrund einer Klage aus der Nachbarschaft auf der Kippe und sorgte für bundesweite Schlagzeilen.

Sich für das Haus einzusetzen, war ihr damals wie heute ein echtes „Herzensanliegen“, wie Bettina Tietjen sich ausdrückte: „Die letzte Lebensphase ist die Zeit, in der wir besonders intensiv leben sollten. Darauf hat jeder Mensch ein Recht. Umso wichtiger ist es, dass wir Orte schaffen, die dies auch möglich machen“, erklärte die Moderatorin.

Als Schirmherrin unterstützt sie das Hospiz nicht nur mit ihrer Bekanntheit bei Benefizaktionen. Sie begleitet Termine und kümmert sich um den von ihr gegründeten „Freundeskreis“ des Hospizes. Außerdem ist Tietjen im engen Kontakt mit dem Team und tauscht sich mit Gästen, Angehörigen und Partnern des Hauses aus. 2015 veröffentlichte sie, wie im TAGEBLATT berichtet, zudem ihr sehr persönliches Buch „Unter Tränen gelacht. Mein Vater, die Demenz und ich“.

Der DHPV verleiht einmal jährlich Ehrenpreise an Menschen und Organisationen, die sich für die Rahmenbedingungen in der Hospiz- und Palliativarbeit einsetzen, die Ziele bekannt machen oder sich in der Begleitung schwerstkranker Menschen ehrenamtlich engagieren. Bisherige Preisträger waren der Schriftsteller Arno Geiger, die Medizinerin Petra Anwar und der Künstler Dada Peng.

Copyright © 2025 TAGEBLATT | Weiterverwendung und -verbreitung nur mit Genehmigung.