TEin Dialog zur Klärung von Fragen
Zum Artikel „Beton statt Biotop am Baggersee?“ (TAGEBLATT vom 10. Januar) schreibt Helge Prange aus Bliedersdorf:
Ich wundere mich immer noch, warum in der Sandkuhle in Nottensdorf gebaut werden soll, obwohl die grundlegenden Fragen noch immer nicht geklärt sind.
Der erste Punkt ist, wie soll der Hang gesichert werden? Das einzige Sinnvolle wäre, wenn man in Stufen mit Spundwänden absichert oder gibt es da schon ein offizielles Gutachten? Diese Methode würde das Bauen sehr teuer machen und es gäbe bestimmt Orte in der Gemeinde Nottensdorf, die besser geeignet wären, auch aus der Sicht, dass man junge Familien in die Gemeinde holen möchte. Für eine Familie mit durchschnittlichem Einkommen wäre das höchstwahrscheinlich dort nicht möglich.
Zum zweiten Punkt, wie soll das Regenwasser dort abgeleitet werden, wenn die Flächen versiegelt werden? Ich gehe nicht davon aus, dass das Wasser in den See geleitet werden soll, denn der Baggersee hat die gleiche Höhe wie die Wohnsiedlung Töfenkamp. Das wird bei Starkregenereignissen zu einem Problem werden oder sind dann Starkregenereignisse nur noch in Ketzendorf erlaubt? Diese Fragen sind alle unbeantwortet. Das Bauvorhaben wurde von den „Nachbarn“ in dem Bereich abgelehnt. Es ist eher ein „Schaden“, der dort in der Natur entsteht und es entsteht der Eindruck, hast du Geld darfst du alles machen. In meinen Augen sollte der Gemeinderat sich besser erklären, damit nicht der Eindruck entsteht, dass man nur den Großverdienern hilft. Ich schlage vor, dass der Gemeinderat, die Firma Bunte, Naturverbände und die Anwohner sich vor Ort treffen und in einem Dialog austauschen sollten, um das Verständnis des Gegenübers zu gewinnen und die Sorgen aller Beteiligten auch anzuhören.