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Ein Schutzengel erklärt Kindern richtiges Verhalten

Ein Schutzengel im Kinderzimmer. Foto Wilkening

Ein Schutzengel im Kinderzimmer. Foto Wilkening

800 Grundschüler besuchten die Aufführung des Theaterstücks „Ganz schön blöd“ im Stadeum. Das präventive Theaterprojekt soll den Kindern auf altersgerechte Art das richtige Verhalten bei Gewalt und sexuellen Übergriffen vermitteln.

Von Merle Wilkening Donnerstag, 24.05.2018, 18:23 Uhr

800 Grundschüler besuchten die Aufführung des Theaterstücks „Ganz schön blöd“ im Stadeum. Das präventive Theaterprojekt soll den Kindern auf altersgerechte Art das richtige Verhalten bei Gewalt und sexuellen Übergriffen vermitteln.

Im Stück geht es um ein junges Mädchen, das gerade umgezogen ist. Inmitten ihrer Umzugskartons taucht plötzlich der angehende Schutzengel „Teugel“ auf – halb Teufel, halb Engel. Um ein richtiger Schutzengel zu werden, muss er seine Schutzengelprüfung bestehen und das Mädchen einen Tag und eine Nacht lang vor Gefahren beschützen.

Das Theaterstück wurde an zwei Tagen aufgeführt, die Schüler der dritten und vierten Klasse besuchten die Vorstellung am gestrigen Donnerstag und an diesem Morgen. Die Kinder werden aktiv in das Theaterstück eingebunden und lernen bei einer Quizrunde, wann und wie sie sich von anderen Hilfe holen können. Auf spielerische Art vermittelt das Theaterstück den Grundschülern, sich bei Problemen an ihre Eltern oder Lehrer zu wenden. Neben kleineren Gefahren, die im Kinderzimmer lauern, geht es vor allem um Mobbing. Trotz ernster Themen kommt der Spaß nicht zu kurz: Die Schauspieler bauen viele Witze und kleine Gesangseinlagen in die Aufführung ein.

Die Beratungsstelle gegen sexuellen Missbrauch der Stadt Stade veranstaltet das Theaterprojekt für die Schüler als Teil ihrer präventiven Arbeit. Bei der Finanzierung wird die Beratungsstelle mit einer Spende vom Club der Soroptimisten unterstützt. Das Theaterstück ist eine Produktion des Vereins Zartbitter Köln, der als Kontakt- und Informationsstelle gegen sexuellen Missbrauch an Mädchen und Jungen vorgeht. Die Schauspieler, die das Theaterstück zu zweit aufführen, sind ausgebildete Sozialpädagogen.

Nach der einstündigen Aufführung führten die Schauspieler und Helga Hanssen, Leiterin der Beratungsstelle für sexuellen Missbrauch, ein abschließendes Gespräch mit den Schülern, bei dem die Kinder Fragen stellen und sich über das Stück austauschen konnten. Im Vorfeld gab es einen Informationsabend für Eltern und Lehrer, die das Stück kennenlernten und offene Fragen mit dem Jugendschutzbeauftragten der Polizei klären konnten.

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