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Eine echte Oscar-Statue bei der Stader Messe

Eine Oscar-Statue in Operationssaal 8 : Der leitende Oberarzt Dr. Stefan Koppatz (links) und sein Chefarzt Professor Dr. Randolf Riemann von der Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde in Stade präsentieren die Trophäe und das 3-D-Mikro

Eine Oscar-Statue in Operationssaal 8 : Der leitende Oberarzt Dr. Stefan Koppatz (links) und sein Chefarzt Professor Dr. Randolf Riemann von der Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde in Stade präsentieren die Trophäe und das 3-D-Mikro

Professor Dr. Randolf Riemann hält einen Schatz in den Händen: Der Chefarzt der Abteilung für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde am Elbe Klinikum hat sich für die Messe „Stade aktuell“ am Stadeum eine echte, goldene Oscar-Statue ausgeliehen.

Von Daniel Beneke Donnerstag, 30.03.2017, 19:00 Uhr

Sie wird von Freitag bis Sonntag, hinter Panzerglas und bewacht von einer Sicherheitskraft, ausgestellt. Die Besucher können die Trophäe von einem roten Teppich aus bestaunen.

Der von der Academy of Motion Picture Arts and Sciences verliehene Filmpreis steht sinnbildlich für eine neue technische Errungenschaft in der Ohr-Chirurgie, die Riemann 2015 als weltweit erster Mediziner in einer Operation angewandt hat: Ein volldigitales Stereomikroskop, das räumlich wirkende Bilder entstehen lässt. Das sogenannte Arriscope, entwickelt von dem bayerischen Unternehmen Arri Medical, zeigt das Operationsfeld nicht über einen Monitor an, sondern transportiert es dem Chirurgen ohne Verzögerung und als dreidimensionale Abbildung übers Binokular direkt ins Auge. Herzstück ist ein Kamerasystem, das bei der Produktion vieler Oscar-prämierter Streifen zum Einsatz kam. Der Hersteller hat für diese Entwicklung den Technik-Oscar verliehen bekommen. Die bislang einzigartige Methode ermögliche ein besonders präzises Arbeiten, erklärt der Chefarzt: „Die Kamera sieht mehr als das menschliche Auge.“

Seit zwei Jahren ist das Arriscope in Stade im Einsatz. Riemann hat es einen Tag nach der Zertifizierung in Betrieb genommen. Deutschlandweit gibt es mit den Universitätskliniken in Freiburg und Rostock lediglich zwei weitere Krankenhäuser, die über das volldigitale Operationsmikroskop verfügen. „In Amerika gibt es das noch gar nicht“, sagt der Chefarzt. Die Entwicklung verläuft rasant. Riemann hofft, dass das Arriscope in Zukunft auch für Gewebeanalysen eingesetzt werden kann – etwa um Tumore zu bestimmen.

Unter dem Motto „Mit James-Bond-Kamera ins Ohr“ informieren Chefarzt Dr. Randolf Riemann und Oberarzt Dr. Stefan Koppatz bei der Messe „Stade aktuell“ von Freitag bis Sonntag auf der Bühne am Stand der Elbe Kliniken über den weltweit ersten Einsatz von 3-D-Kameratechnik bei ihren Operationen.

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