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Feierten „50 Jahre Elbe-Obst“ und die neue Apfel-Sortieranlage: Helmut Dammann-Tamke, Architekt Tobias Wehber, Ulf Wittlich, Ulrich Buchterkirch, Elbe-Obst-Vorsitzender Hans-Herbert zum Felde, Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast,

Feierten „50 Jahre Elbe-Obst“ und die neue Apfel-Sortieranlage: Helmut Dammann-Tamke, Architekt Tobias Wehber, Ulf Wittlich, Ulrich Buchterkirch, Elbe-Obst-Vorsitzender Hans-Herbert zum Felde, Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast,

Die Elbe-Obst-Erzeugerorganisation hat am Freitagabend ihren 50. Geburtstag gefeiert. Eine Botschaft des Abends lautete: Gräben überwinden - und gemeinsame Vermarktungsstrukturen schaffen.

Von Björn Vasel 31.08.2018, 23:04 Uhr

Die Niedersächsische Ministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Barbara Otte-Kinast (CDU), weihte die für acht Millionen Euro erweiterte Sortierstation in Bassenfleth nach dem Festakt ein. Otte-Kinast nutzte die Gelegenheit und appellierte an die Erzeugerorganisationen Elbe-Obst und Marktgemeinschaft Altes Land (M.A.L.) sowie den Fruchtgroßhandel, „zukünftig geeint gegenüber dem Lebensmitteleinzelhandel“ aufzutreten.

Mehr Gemeinsamkeit

Mehr Gemeinsamkeit, das hatten auch der Elbe-Obst-Vorsitzende Hans-Herbert zum Felde und der Vorsitzende der Bundesfachgruppe Obstbau und des Obstbauversuchsringes des Alten Landes, Jens Stechmann, in ihren Reden angemahnt. Zum Felde erinnerte an den Ursprung der im Jahr 1968 gegründeten Elbe-Obst. Während die Studenten auf die Straße gingen, wehten im Alten Land die Schwarzen Fahnen. Die Preise waren im Keller, Importobst überschwemmte den Markt. Die Binnenmärkte waren nach der Gründung der EWG geöffnet worden. Die Obstbauern – allen voran Dr. Johannes Pape, erster Vorsitzender von 1968 bis 1991, Henry Köpcke (Obstbauversuchsring des Alten Landes) und Professor Dr. Ernst Ludwig Loewel (Obstbauversuchsanstalt) – erkannten, dass sich Absatz und Preise nur mit einer Angebotsbündelung stabilisieren ließen. Das war der Beginn einer „Erfolgsgeschichte“, erklärte Hans-Herbert zum Felde.

In der Not sei die Elbe-Obst entstanden, sagte Jens Stechmann. Und auch jetzt müssten die Erzeuger und der Handel an der Niederelbe den „Mut für Neues“ haben. Gesprächen hinter den Kulissen laufen seit Monate.

Erste Schritte in die richtige Richtung gebe es, so sitzen die M.A.L. (160 Betriebe) und die Elbe-Obst (350 Obstbaubetriebe) beim Deutschen ObstsortenKonsortium und Obst von der Niederelbe in einem Boot und wollen DOSK-Sorten wie Kanzi und GS 66 (erste erzeugereigene Apfelsorte), SweeTango („Mon Chéri unter den Äpfeln“) und rotfleischige und gelbe Äpfel der Marke „Kissabel“ gemeinsam pflanzen und vermarkten. OVR-Chef Jens Stechmann hofft, dass Erzeuger und Fruchtgroßhandel in Zukunft (stärker) „gemeinsam im Markt agieren“ – und so für auskömmliche Erzeugerpreise sorgen. Dafür gab es viel Beifall.

Einbeziehung möglichst aller Marktbeteiligter

Die Landwirtschaftsministerin hatte den Obstbau und -handel bereits bei den Norddeutschen Obstbautagen bestärkt, auf mehr Gemeinsamkeit zu setzen. Ihr Ministerium ist in die „erfolgsversprechenden“ Gespräche eingebunden, um „unter Einbeziehung möglichst aller Marktbeteiligter in der Region ein zweistufiges Modell aus Erzeuger- und Großhandelsstufe für die Absatzorganisation der Niederelbe zu entwickeln“.

Auf diesem Weg, sagte OtteKinast, soll auf beiden Ebenen insbesondere Transparenz über die Preisbildung und die Wertschöpfungskette entstehen. Dadurch könne die „Wettbewerbsfähigkeit noch weiter gesteigert werden“. Sie lobte die „Vorreiterrolle“ der Elbe-Obst bei der Weiterentwicklung der Vermarktungsstrukturen in den vergangenen Jahrzehnten. Diese sei – unter anderem mit Blick auf die Konzentrationsprozesse im Lebensmitteleinzelhandel und den wachsenden Wettbewerbsdruck auf dem internationalen Apfelmarkt – auch notwendig. Otte-Kinast verwies vor diesem Hintergrund auf die positiven Beispiele der bestehenden Kooperationen im Gebiet, etwa bei der Obst von der Niederelbe GmbH. Diese Innovationsfähigkeit mache den Erfolg aus.

Geeint gegenüber dem Lebensmitteleinzelhandel auftreten

Die Ministerin mahnte an, dass die Erzeugerorganisationen und der Fruchtgroßhandel, „zukünftig am Markt geeint gegenüber dem Lebensmitteleinzelhandel“ auftreten sollten, um sich den Platz in den Supermarkt-Regalen und gute Preise zu sichern. Nach ihrer Einschätzung seien „schlagkräftige Vermarktungsstrukturen das A und O für den langfristigen wirtschaftlichen Erfolg des Obstbaus im Alten Land“.

Der Elbe-Obst-Chef kündigte vor den rund 600 Gästen an, dass die neue Hightech-Sortieranlage für Äpfel von „MAF“ aus Frankreich „Ende September“ anlaufen wird. Das erhöhe die Schlagkraft. Diese kann 30 Tonnen Äpfel in der Stunde sortieren. 50 Prozent der Investition wurden über den GMO-Topf finanziert, vor allem regionale Handwerksbetriebe waren am Bau beteiligt. Die Elbe-Obst sei mit 240 Mitarbeitern ein wichtiger Arbeitgeber, so die Ministerin. Sie lobt die enge Kooperation mit dem Obstbauzentrum Esteburg. Die Wirtschaft profitiert unmittelbar von Beratung und Angewandter Forschung.

Weitere Investitionen geplant

Zum Felde kündigte an, dass weiter investiert wird. Auch die übrigen Stationen werden nun modernisiert, das Packhaus in Apensen wird erweitert.

Gemeinsam haben die Elbe-Obst und das Start-up „Kale & Me“ das Produktions-Joint-Venture Nordsaft gegründet. „Kale & Me“ vertreibt ihre kalt gepressten Biosäfte bislang vor allem online. Das soll sich ändern. Beim Fest zeigten Wittlich und

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Volles Haus bei der Elbe-Obst-Feier in der neuen Hallen. Foto Vasel

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