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Bestellungen im Internet

Es werden wieder mehr Pakete verschickt

Pakete stehen auf einer Karre, während ein Paketzusteller Pakete ausliefert.

Pakete stehen auf einer Karre, während ein Paketzusteller Pakete ausliefert. Foto: Sebastian Gollnow/dpa

Statt shoppen zu gehen, bestellen viele Bürger immer öfter online und bekommen Klamotten, Spielzeuge und Co. direkt nach Hause geschickt. Das hat auch mit Tarifabschlüssen zu tun.

Von dpa 03.07.2024, 11:05 Uhr
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Berlin. Dank einer hohen Nachfrage im Online-Handel wächst Deutschlands Paketmenge wieder leicht. Im vergangenen Jahr wurden 4,175 Milliarden Sendungen befördert und damit 0,6 Prozent mehr als 2022, wie aus einer Studie des Bundesverbands Paket und Expresslogistik (BPEX) hervorgeht. 2022 hatte es ein deutliches Minus von 7,9 Prozent gegeben, was an dem Ende der Corona-Pandemie und dem damit verbunden Rückgang der Bestellungen im Internet gelegen hatte. 

2023 sah es zunächst nach einer Fortsetzung des Abwärtstrends aus, in der zweiten Jahreshälfte zogen die Sendungsmengen dann aber wieder an. Die Paketbranche hat einen Boom in Corona-Zeiten hinter sich, 2021 war die Anzahl der beförderten Sendungen um 11,2 Prozent nach oben geschossen. 

Die Entwicklung des Geschäfts verlief im vergangenen Jahr in den Marktsegmenten unterschiedlich: Bei den Sendungen, die Firmen an Verbraucher schicken (B2C, „Business to Consumer“), ging es deutlich bergauf. Das lag daran, dass Tarifabschlüsse zu höheren Löhnen und Gehältern geführt hatten und sich der private Konsum stabilisierte - die Menschen bestellten also relativ viel im Internet, weswegen viele Pakete auf die Reise gingen. Die Menge der Sendungen von Firmen an Firmen (B2B, Business to Business) sank hingegen, da die Konjunktur schwächelte und die Unternehmen weniger Ersatzteile und andere Güter für ihr Geschäft brauchten.

2025 stärkeres Wachstum

Auf längere Sicht geht der Branchenverband BPEX und das von ihm beauftragte Beratungsunternehmen KE-Consult von weiterem Wachstum aus, für 2028 wird eine Sendungsmenge von rund 4,7 Milliarden Sendungen erwartet. Dieses Jahr wird der Anstieg der Prognose zufolge nur leicht sein, ab 2025 könnte sich das Wachstum wegen einer wirtschaftlichen Belebung in Deutschland und in wichtigen ausländischen Märkten beschleunigen. 

Die in der Studie enthaltene Sendungsmenge enthält Kurier- und Expresszustellungen sowie - und dies ist der allergrößte Anteil - Pakete. Marktführer ist DHL, zu den Wettbewerbern gehören DPD, Hermes, GLS, Fedex und UPS. Der Studie zufolge arbeiteten im vergangenen Jahr rund 260.500 Menschen in Deutschlands Kurier-, Express- und Paketbranche, das waren circa ein Prozent mehr als ein Jahr zuvor.

 

 

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