Es wird gebaut in Cadenberge
Das E-Center am Cadenberger Marktplatz wächst zusehends. Aber auch sonst herrscht rege Bautätigkeit im gesamten Ort. Foto: Kramp
In Cadenberge tut sich was. An allen Ecken des Ortes. Das neue Edeka-Center am Marktplatz nimmt sichtbar Form an. Wenige Meter weiter soll aus einem Schandfleck ein Schmuckstück werden. An der Bundesstraße weichen zwei Leerstandsimmobilien.
Von Wiebke Kramp
Drei feste Zusagen habe der Investor Dietrich Buck bereits, sagte Bürgermeister Wolfgang Heß auf der Gemeinderatssitzung. Der gleiche Investor habe zudem vor, auf dem Gelände des alten Penny-Marktes an der Bahnhofstraße eine Wohnanlage mit barrierefreien Wohnungen zu errichten. Die Gemeinde habe sich zwar entschieden, das Gelände an privat zu verkaufen, gleichwohl aber dafür zu sorgen, dass dort auch sozial verträglicher Wohnraum entsteht. Die Planungen sehen laut Heß vor, dass die Gemeinde dazu eine bestimmte Anzahl von Wohnungen ankaufen werde.
Insgesamt entstünden dort mindestens 16 neue Wohnungen. Dieses Projekt gibt den Ausschlag für eine Neuaufstellung des Bebauungsplanes für den Bereich Bahnhofstraße. Der alte Plan stammt noch aus dem Jahr 1975 und gibt vor, dass beispielsweise im Erdgeschoss nur Läden und Unternehmen sich ansiedeln und keine Wohnnutzung erfolgen dürfe. Die Realität allerdings hat den Plan längst überholt. In den zurückliegenden 40 Jahren hat sich Cadenberge doch zu stark verändert. Der neue Bebauungsplan wird den Gegebenheiten gerecht werden.
Zu Verzögerungen kommt es beim Neubaugebiet „westlich Bahnhofstraße“, zurzeit läuft dort laut Gemeindedirektor Maik Schwanemann das Umlegungsverfahren. Die Erschließung erfolge aber noch dieses Jahr. Wenn die Witterungsverhältnisse mitspielten, könnte im Frühjahr 2020 Baubeginn sein. 32 Baugrundstücke sind ausgewiesen. Nahe dem Eingangsbereich des Baugebietes wird der neue Kindergarten entstehen mit zwei Krippen- und zwei Regelgruppen. Die Rede ist von einer Gesamtinvestition von 2,7 Millionen Euro. Unklarheit herrscht noch, welche Förderung es vom Land geben wird, denn das entsprechende Krippenbauprogramm sei total überzeichnet.
Während der neue Kindergarten noch Zukunftsmusik ist, wird es für die bestehende St.-Nicolai-Kita schon bald die dringend benötigte weitere Krippengruppe geben können. Dies hätten, so Bürgermeister Heß, aktuelle Gespräche ergeben. Um diese zusätzliche Krippengruppe einzurichten, werde der Hort verkleinert. Vorteile seien, dass nichts angemietet werden müsse und man es durch Umbauten im Bestand schnell hinbekomme.
Sichtbar voran geht es mit der Erschließung des neuen Gewerbegebietes. In der nächsten Woche startet laut Gemeinde die Vermarktung. Der Quadratmeterpreis beträgt voll erschlossen 27 Euro. Dies sei ein Selbstkostenpreis, weil es dafür eine öffentliche Förderung des Landes gab.
Demnächst in Angriff genommen werde die Sanierung der Ostehalle in Geversdorf. Beginn ist beim Eingangsbereich. 35 000 Euro Kosten sind dafür veranschlagt. Dafür erhält die Gemeinde eine Förderung von 90 Prozent öffentlicher Mittel aus dem Programm „Kleine Städten und Gemeinden“. 2020 soll es dann weitergehen und auch für die weiteren Abschnitte erhofft man sich Förderung. Insgesamt schlägt die Sanierung mit 360 000 Euro zu Buche.