Essen verbindet Menschen beim Harsefelder Frühjahrsmarkt
Der Arbeitskreis Asyl bot Kulinarisches aus Syrien, aus dem Irak und aus dem Sudan an. Fotos Kordländer
Eine neu eingerichtete Essmeile unter dem Motto „1. Harsefelder Vielfalt“ fand am Wochenende beim Harsefelder Frühjahrsmarkt großen Zuspruch. Angeboten wurde „Streetfood, ein Genuss mit Sympathie“. So erlebten die Marktbesucher viele Gaumenfreuden, die sie bisher noch nicht kannten.
„Wir würden diese Meile gerne zur ständigen Einrichtung machen“, betonte der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft „Sympathisches Harsefeld“, Jörg Bodry. Acht Unternehmen und der Arbeitskreis Asyl hatten Stände aufgebaut, um den Markt mit kulinarischen Köstlichkeiten zu bereichern. „Wir haben hier Speisen, die nicht markttypisch sind“, unterstrichen die Standbetreiber. „Hier trifft der Norden den Süden in aller Vielfalt“, machte Bodry deutlich. Man wolle auf dem Marktplatz keine Splittergruppe sein und sich die Besucher des Marktplatzes nicht teilen, sondern zum Gelingen des gesamten Festes beitragen. „Das Sympathische Harsefeld und der Arbeitskreis Asyl haben sich bei den Angeboten an den Ständen abgestimmt.“
So gab es beim Arbeitskreis Asyl – am Stand servierten auch Flüchtlinge Spezialitäten aus ihren Ländern – sudanesische Schorba Addas (Linsensuppe mit Fladenbrot), irakische Dolma (gefüllte Kartoffeln), syrische Ozzy (Gefüllter Filouteig) oder syrische Kibbeh (Gefüllte Bulgurklöße). Dazu wurden leicht scharfer warmer sudanesischer Auberginensalat und verschiedene Dips angeboten. „Über 90 Prozent der Zutaten für unsere Gerichte sind von heimischen Firmen gesponsert worden“, berichteten Elke und Richard de Vries, Maggy Traulsen und Tanja Balter vom Arbeitskreis Asyl. Ziel des Angebotes sei es auch, fremde Kulturen durch Genüsse des Essens näherzubringen. „Über Essen lernt man sich gut kennen.“
An den Ständen verwöhnten weiterhin leckere Gerichte aus Bayern, Österreich, Amerika, Italien und aus anderen Regionen die Gaumen der Besucher. Dazu gab es einen kulturellen „Happen“: Vor den Ständen wurde gesungen und getanzt.
Das Angebot des Harsefelder Frühjahrsmarkts war einmal mehr vielseitig. Karussells drehten sich mit fröhlichen Kindern endlos im Kreis. Und viel Spaß hatten die Mädchen und Jungen auch beim Kasperle-Theater. Der Kasper hat immer noch seine Anziehungskraft, wenn er den bösen Räuber zusammen mit dem Polizisten und seinem Freund Seppel vertreibt. Den Handpuppen hauchte Adriano Celinka, der mit seiner kleinen Bühne extra aus Bayern angereist war, Leben ein.
Über 50 Jahrmarktsbuden und Fahrgeschäfte boten ihre Produkte und Dienstleistungen an. Beliebt waren unter anderem Bungee-Jumping und Runden im Kettenflieger, im Nightdancer oder mit dem Autoscooter.