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Leserbriefe

TEtwas Vernunftgesteuertes

Zum „Anschlag in Magdeburg“ (TAGEBLATT vom 27. Dezember) schreibt Eike Oliczewski aus Hamburg:

Donnerstag, 02.01.2025, 16:30 Uhr

Magdeburg ... Wieder einmal eine Gewalttat im öffentlichen Raum. Wie sich die Vorfälle gleichen. Wieder einmal ist die Frage nach dem Aufenthaltsstatus mehr als berechtigt. Wieder ein Schutzsuchender, welcher jener Gesellschaft, die ihn aufnahm und versorgte, schweren Schaden zugefügt hat. Vorstrafe inklusive. Wieder einmal dieselben hilflosen Reaktionen. Alles wie immer ... Alles wie immer? Nein, diesmal wird dem Theater, was in „progressiven“ Milieus als Diskurs betitelt wird, ein neues Maß an Absurdität verliehen: Aus Postings und einem sehr diffusen Bild eines ideologisch anscheinend nicht klar zu verortenden Täters wird nun fast zwanghaft eine Nähe zur AfD konstruiert. Mit Herrn Funke hat man auch hier jemanden gefunden, der sich dafür nicht zu schade ist. Der Verweis auf Remigrationsfantasien darf natürlich nicht fehlen. Eben alles, was das übliche Bullshit-Bingo hergibt. Viele Behauptungen, wenig Handfestes, noch weniger Stichhaltiges ... Wo ist der Journalismus, der Narrative hinterfragt anstatt sie unreflektiert zu publizieren und damit dumpf zu multiplizieren? Egal, wie man zur AfD steht ... wann immer man glaubt, der Tiefpunkt in der Debattenkultur rund um die Partei sei erreicht, grüßt irgendwer von unten ... diesmal Herr Funke. Schade, dass auch das TAGEBLATT lieber Framing verstärkt als in der Debatte etwas Vernunftgesteuertes beizutragen. Meine Gedanken sind bei den Opfern, deren Instrumentalisierung durch die „Progressiven“ ist unerträglich.

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H
Heiko Söhl
03.01.202510:06 Uhr

Zum Hintergrund des Täters gehört nun einmal auch die AfD. Wäre es der IS, wäre das genauso sachlich in der Feststellung.

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