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Experten-Arbeit trägt Früchte

Experte: Jan Horwege. Vasel

Experte: Jan Horwege. Vasel

Die Arbeit der vergangenen Jahre zahlt sich aus: In diesem Jahr hat die Verkehrsunfallkommission des Landkreises Stade lediglich 24 Unfallstellen unter die Lupe nehmen müssen. Durch bauliche Maßnahmen – von der Sanierung der Fahrbahnen bis zum Bau von Kreisverkehrsplätzen – und durch neue Beschilderungen sei die Verkehrssicherheit an vielen früheren Unfallschwerpunkten entschärft worden. Über mögliche Maßnahmen sprechen die Verkehrsexperten der Polizei mit Vertretern des Straßenverkehrsamtes des Landkreises Stade, der beiden Städte Stade und Buxtehude, der Landesbehörde für Straßen und Verkehr in Stade sowie der Verkehrswacht.

Von Björn Vasel Sonntag, 11.10.2015, 21:44 Uhr

Die Arbeit der vergangenen Jahre zahlt sich aus: In diesem Jahr hat die Verkehrsunfallkommission des Landkreises Stade lediglich 24 Unfallstellen unter die Lupe nehmen müssen. Durch bauliche Maßnahmen – von der Sanierung der Fahrbahnen bis zum Bau von Kreisverkehrsplätzen – und durch neue Beschilderungen sei die Verkehrssicherheit an vielen früheren Unfallschwerpunkten entschärft worden. Über mögliche Maßnahmen sprechen die Verkehrsexperten der Polizei mit Vertretern des Straßenverkehrsamtes des Landkreises Stade, der beiden Städte Stade und Buxtehude, der Landesbehörde für Straßen und Verkehr in Stade sowie der Verkehrswacht.

Grundlage der Betrachtung sind eine Jahres- und eine Drei-Jahreskarte; alle Orte mit mehr als fünf Unfällen mit Personenschäden beziehungsweise mit mehr als drei Unfällen mit Schwerverletzten sind Thema. „Es gibt wenige Stellen, die herausragen“, sagt der Verkehrssachbearbeiter der Polizeiinspektion in Stade, Jan Horwege.

Auf der Geest haben sich der neue Verkehrssachbearbeiter und seine Kollegin Kathrin Donker mit den Straßenbaulast-Trägern unter anderem über die Kreisstraße zwischen Beckdorf und Goldbeck unterhalten. In der Senke war es „bei Nässe“ wiederholt zu Unfällen auf der K 52 gekommen. Nachdem die Aufstellung eines Tempo 70-Schildes nicht gefruchtete hatte, setzen die Verkehrsexperten nun auf eine Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h. Außerdem soll die Fahrbahn noch 2015 erneuert werden, um die Griffigkeit zu erhöhen, so der Polizeihauptkommissar.

In Kehdingen setzen die Fachleute im Bereich der S-Kurve zwischen Barnkrug und Bützfleth (L 111) auf eine Reduzierung auf 50 km/h; hier gab es 2015 einen tödlichen Unfall, vor allem bei Nässe kam es zu Unfällen aufgrund „nicht angepasster Fahrweise“. Im zweiten Schritt wird die Landesbehörde die Griffigkeit der Fahrbahn untersuchen. „Tempo 70“ hatte nichts gebracht.

In Buxtehude hat die Polizei die Kreuzung Konrad-Adenauer-Allee/Hansestraße, Stader Straße und Gildestraße – hinter dem Ellerbruchtunnel – im Blick. Hier hofft Horwege, dass die bessere Ampelschaltung, zurzeit läuft die Montage auf der Spange, für Entspannung sorgt. Die Kreuzung sei mit 30 000 Fahrzeugen pro Tag belastet. 2014 gab es hier neun Unfälle. Ein Kreisel sei aufgrund des hohen Verkehrsaufkommens keine Lösung. Sinnvoll wäre es, auf der Konrad-Adenauer-Allee in Richtung Innenstadt einen extra Rechtsabbieger zu schaffen. Die Lösung favorisiert auch die Feuerwehr, dafür müssten der Rad- und Fußweg und der Lärmschutzwall des Schulzentrums Nord einige Meter verlegt werden. In Jork hoffen die Experten, dass es nach Freigabe der Ortsumgehung in Osterjork auf dem Mini-Kreisel im Zentrum ruhiger wird. Wie berichtet, soll „Am Fleet“ zur Einbahnstraße werden.

In Stade hofft Horwege, dass es durch die laufende Maßnahme, die Straße wird schmaler („reduziert die Geschwindigkeit“), im Bereich Hansestraße/Salztor zu weniger Unfällen kommt. Die Ampel an der Harsefelder Straße und der Pommernstraße falle durch Rotlichtverstöße auf, sie soll durch LEDs und Kontrastschilder sichtbarer werden.

Oft seien es Kleinigkeiten, wie die Markierung der Radlerbereiche an Überwegen mit roter Farbe, die die Sicherheit erhöhten.

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