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Fähr- und Geschichtsverein Brobergen unterstützt Kinderkrebshilfe

Ließen die Prahmfähre für die Spendenübergabe noch einmal über die Oste fahren: Horst Schimkatis (Fährmann und Beisitzer des Fähr- und Geschichtsvereins Brobergen), Gisela Hänig (Schriftführerin), Jürgen Wendler (2. Vorsitzender), Harald Hemp von der Kinderkrebshilfe Oste, Günther Schimkatis (1. Vorsitzender), Dieter Peters (Kugelregatta-Organisator) und Antje Rieckmann (Kassenwartin).  Foto: Umland

Ließen die Prahmfähre für die Spendenübergabe noch einmal über die Oste fahren: Horst Schimkatis (Fährmann und Beisitzer des Fähr- und Geschichtsvereins Brobergen), Gisela Hänig (Schriftführerin), Jürgen Wendler (2. Vorsitzender), Harald Hemp von der Kinderkrebshilfe Oste, Günther Schimkatis (1. Vorsitzender), Dieter Peters (Kugelregatta-Organisator) und Antje Rieckmann (Kassenwartin). Foto: Umland

„Wir müssen einfach sagen, die Kugelregatta wird immer mehr zum Erfolg“, freut sich Günther Schimkatis, 1. Vorsitzender des Fähr- und Geschichtsvereins Brobergen. Vor und während des Fährabschlussfestes am 3. Oktober verkauften die Mitglieder des Vereins Lose in Form von Tischtennisbällen.

Samstag, 28.12.2019, 08:00 Uhr

Den Überschuss in Höhe von 1500 Euro überreichte der Fährverein vor Weihnachten an die Kinderkrebshilfe Oste.

Der Fähr- und Geschichtsverein Brobergen gründete sich 2007, als das Aus der 1924 gebauten Prahmfähre drohte. „Während der damaligen Deichbaumaßnahmen hat man gesagt, die Fähre wird nicht mehr benötigt“, erinnert sich der erste Vorsitzende. Die Ostequerung an dieser Stelle gibt es bereits seit 1286. Die Fähre gehörte dem Realverband und sorgte dafür, dass die Landwirte die Flächen auf beiden Seiten der Oste bewirtschaften konnten. Um die Fähre und damit auch die historische Querung über die Oste zu retten, übernahm der Fähr- und Geschichtsverein zunächst den Fährbetrieb und 2011 schließlich auch die Prahmfähre vom Realverband.

Jedes Jahr vom 1. Mai bis zum 3. Oktober ist die denkmalgeschützte Fähre im Dienst und fährt in Hochzeiten bis zu 50 Mal am Tag, um Fußgänger, Radfahrer und sogar Autos über die Oste zu bringen. In diesen Zeiten arbeiten 20 ehrenamtliche Fährmänner im Schichtbetrieb. Neben der Arbeit auf und an der Fähre organisiert der Verein mehrere Veranstaltungen. Sowohl die Eröffnungsfeier am 1. Mai, der Frühschoppen und der Taufgottesdienst auf der Fähre an Pfingsten, der Vatertag und auch das Fährabschlussfest am 3. Oktober ziehen viele Besucher an die Oste.

Vor drei Jahren ging der ehemalige Fährmann Dieter Peters in den Ruhestand: „Da musste ich mir was Neues überlegen.“ Er besorgte sich 2000 Tischtennisbälle, die er alle mit einer fortlaufenden Nummer versah. Diese wurden verkauft und im Rahmen des Fährabschlussfestes 2018 zum ersten Mal in die Oste geworfen, wo sie etwa 700 Meter hinter sich bringen mussten.

Auf die Gewinnerkugeln warteten tolle Tombolapreise, während der Überschuss dieser Benefizveranstaltung einer gemeinnützigen Institution zufloss. Schon im ersten Anlauf war die Kugelregatta ein voller Erfolg und es konnten 1000 Euro an die Hospizgruppe in Bremervörde gespendet werden. In diesem Jahr durfte Harald Hemp von der Kinderkrebshilfe Oste aus Estorf eine Spende in Höhe von 1500 Euro entgegennehmen. 1987 planten einige Estorfer erstmals eine Benefizveranstaltung, um den zwei Jahre zuvor gegründeten Elternverein Leukämie- und Tumorkranker Kinder in Bremen zu unterstützen. Die Spenden nutzen die Eltern bis heute, um die Situation auf der Kinderkrebsstation der Prof.-Hess-Kinderklinik in Bremen sowohl für die kleinen Patienten als auch für die Eltern zu verbessern. „Wir organisierten in Estorf ein großes Volksfest, das drei Tage andauerte und von 12 000 Menschen besucht wurde“, erzählt Harald Hemp.

Zehn Jahre später wiederholte der Verein diese erfolgreiche Aktion ein zweites Mal. Seitdem veranstaltet der Verein zwar keine eigenen Benefizveranstaltungen mehr, wird aber weiterhin von Institutionen und Vereinen, wie eben dem Fähr- und Geschichtsverein, unterstützt. „Wir arbeiten nun seit über 30 Jahren mit dem Elternverein in Bremen zusammen“, berichtet Harald Hemp. Die Eheleute Ingrid und Hans Günter Müller, Vorsitzende des Elternvereins, kenne er von Beginn an. Deren Tochter erkrankte damals im Alter von sechs Jahren an Krebs und erlitt zehn Jahre später einen Rückfall. „Doch inzwischen ist sie Mutter von zwei gesunden Kindern“, erzählt der Vorsitzende der Kinderkrebshilfe Oste.

Bis heute konnte der Estorfer Verein 500 000 Euro für den Elternverein sammeln. „Alle Spenden, die bei uns ankommen, fließen eins zu eins an den Elternverein Leukämie- und Tumorkranker Kinder“, beschreibt er. „Was der Elternverein schafft, ist einfach toll. Darum machen wir immer weiter und hören wahrscheinlich auch nie auf“, so Harald Hemp.

www.kinderkrebs-bremen.de

www.faehre-brobergen.de

 

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