Gefährliche Epidemie

Fast 1.000 Ebola-Tote im Kongo

Ein Mitarbeiter des Gesundheitswesens in einem Ebola-Behandlungszentrum

Ein Mitarbeiter des Gesundheitswesens in einem Ebola-Behandlungszentrum Foto: Prosper Heri Ngorora/AP/dpa

In der Demokratischen Republik Kongo ist die Zahl der registrierten Ebola-Toten auf 999 gestiegen. Mehr als zwei Monate nach Bekanntgabe des Ausbruchs ist die Lage weiterhin nicht unter Kontrolle.

Von dpa 22.07.2026, 12:35 Uhr

Kinshasa.    In der Demokratischen Republik Kongo sind bereits knapp 1.000 Menschen nachweislich an Ebola gestorben. Das Nationale Institut für öffentliche Gesundheit des zentralafrikanischen Landes teilte mit, die Zahl der bestätigten Todesfälle betrage aktuell 999. Zudem seien derzeit 2.473 Menschen an Ebola erkrankt, während 737 Patienten in Isolation behandelt würden.

Nach Angaben der Behörde werden derzeit 82 Prozent aller Kontakte von bestätigten Ebola-Fällen nachverfolgt. Um die Ausbreitung der Krankheit zu stoppen, ist es laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) nötig, 90 Prozent aller Menschen, die mit einer infizierten Person in Kontakt waren, zu ermitteln und zu beobachten. 

Bislang wurden in 5 der 26 Provinzen des 116-Millionen-Einwohner Landes Infektionen mit der lebensgefährlichen Viruserkrankung registriert, wobei die nordöstliche Provinz Ituri das Zentrum des Ausbruchs ist. Ituri grenzt an Uganda und Südsudan. In Uganda gab es ebenfalls Ebola-Fälle, einschließlich zweier Todesfälle.

Ebola-Fieber ist eine lebensbedrohliche Krankheit. Das Virus wird durch Körperkontakt und Kontakt mit Körperflüssigkeiten übertragen. Der aktuelle Ausbruch ist besonders schwer einzudämmen, auch weil es für den Ebola-Erreger vom Typ Bundibugyo bislang weder einen speziellen Impfstoff noch eine spezielle Therapie gibt. Seit Anfang Juli läuft die klinische Testung zweier antiviraler Therapieverfahren.

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