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Aus dem Erdgeschoss der Grundschule dringt den Rettern schwarzer Qualm entgegen. Das Feuer haben sie schnell unter Kontrolle. Foto Hellwig

Aus dem Erdgeschoss der Grundschule dringt den Rettern schwarzer Qualm entgegen. Das Feuer haben sie schnell unter Kontrolle. Foto Hellwig

Ein Schwelbrand in der Schule hat am Dienstag für einen Großeinsatz der Neu Wulmstorfer Wehren gesorgt. Verletzte gab es nicht. Als die Retter eintrafen, hatten Schüler und Lehrer das Gebäude bereits verlassen. Die Polizei ermittelt wegen Brandstiftung.

Von Claudia Michaelis 17.01.2017, 17:29 Uhr

Um 10.54 Uhr wurden die Wehren aus Neu Wulmstorf, Elstorf und Rade zur Grundschule in Elstorf gerufen. Die Meldung „Feuer in der Schule“ löste angesichts ihrer möglichen Brisanz einen Großalarm aus. Als die rund 40 Retter mit drei Löschfahrzeugen und der großen Drehleiter am Einsatzort eintrafen, war die Schule bereits evakuiert, alle 160 Kinder und das Kollegium hatten das Gebäude sicher verlassen.

Mit schwerem Atemschutz drangen die Einsatzkräfte ins Gebäude vor. Ein Schwelbrand in der Jungentoilette, die im Erdgeschoss unter den Klassenräumen liegt, hatte für eine extrem starke Rauchentwicklung gesorgt, berichtet Neu Wulmstorfs stellvertretender Gemeindebrandmeister Olaf Bruhn. Den Rettern drang aus dem Raum dichter schwarzer Qualm entgegen, den Brand selbst hatten die Feuerwehrleute schnell unter Kontrolle. Angesichts der klirrenden Kälte wurden die Kinder übergangsweise in der Mehrzweckhalle gegenüber der Schule untergebracht. Nach ausgiebigem Lüften der Schule stellte die Feuerwehr keine Gefährdung mehr fest, nach knapp zwei Stunden durften die Schüler und Lehrer in die Schule zurückkehren.

„Allen Kindern geht es gut“, konnte Schulleiterin Gudrun Brinkmann bereits am Mittag erleichtert berichten. Rettungswagen und Notärztin waren vor Ort, mussten sich aber lediglich um ein paar vor Schreck weinende Mädchen kümmern. Nach dem Feuerwehreinsatz wurden die Kinder in einem anderen Trakt der Schule weiter betreut. „Die Kinder waren natürlich aufgeregt und wir haben versucht, das abzufangen“, berichtet die Rektorin.

Eine Schülerin, die in der Fünf-Minuten-Pause zur Toilette wollte, hatte gegen 11 Uhr einen seltsamen Geruch festgestellt, berichtet Gudrun Brinkmann. Als eine Lehrerin daraufhin die Tür zur Jungentoilette öffnete, schlug ihr bereits schwarzer Rauch entgegen.

Offenkundig hatte auf der Toilette Klopapier gebrannt, und der darüber hängende Papierspender aus Kunststoff hatte Feuer gefangen. Durch den schwelenden Kunststoff entwickelte sich dicker Qualm. Daraufhin wurde sofort Feueralarm ausgelöst, alle verließen die Schule. Von der Feuerwehr bekommt das Kollegium der Schule ein ausdrückliches Lob für sein Verhalten. Der Evakuierungsplan sei super eingehalten worden, „alle standen vorbildlich draußen, keiner stand im Weg“, berichtet ein Elstorfer Feuerwehrmann. Am heutigen Mittwoch soll der Unterricht an der verlässlichen Grundschule wieder regulär vonstattengehen.

Die Polizei hat nach eigener Auskunft unterdessen die Ermittlungen wegen Brandstiftung aufgenommen. Vermutlich hat ein Schüler auf der Jungentoilette gekokelt und so den Brand ausgelöst. Der Verursacher ist allerdings noch nicht gefunden.

Die verrußte Toilette . Foto FF Elstorf

Die verrußte Toilette . Foto FF Elstorf

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