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Finanzierung für das Bürgerhaus in Wischhafen ist gesichert

Im ehemaligen Supermarkt soll ein Bürgerhaus entstehen. Foto Helfferich

Im ehemaligen Supermarkt soll ein Bürgerhaus entstehen. Foto Helfferich

Wischhafen hat einen Förderbescheid für den Umbau des Ex-Markant-Marktes erhalten. Das teilten Bürgermeister Bernd Tietje und Gemeindedirektor Edgar Goedecke mit. 300 000 Euro fließen aus der Städtebauförderung und damit 70 Prozent der Gesamtkosten.

Von Susanne Helfferich Dienstag, 12.04.2016, 16:02 Uhr

Geplant ist, aus dem gemeindeeigenen Gebäude ein Bürgerhaus zu schaffen, in dem Tourist-Info, Postagentur, Bürgerbüro mit Seniorenberatung und öffentliche Toiletten untergebracht sind. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 425 000 Euro. Der Eigenanteil von 125 000 Euro war bereits im vergangenen Jahr in den Haushalt gestellt und nicht abgeschöpft worden. So steht das Geld trotz des Fehlbetrages in diesem Jahr zur Verfügung.

In der nächsten Verwaltungsausschusssitzung am kommenden Montag, 18. April, soll nun der Architekt mit der weiteren Planung beauftragt werden. Nach dem bisherigen Vorentwurf bleibt der Eingang, wo er sich auch jetzt befindet. Direkt gegenüber dem Eingang befindet sich die Postagentur. Rechterhand wird das Bürgerbüro eingerichtet, nach links geht es ein paar Stufen hoch zur Tourist-Info. Sie wird im Vergleich zum jetzigen Standort mehr Platz haben, mit Besprechungszimmer, Büro und Service-Bereich. Im linken Bereich des Gebäudes werden Toiletten eingerichtet, die von außen über eine Rampe erreichbar und damit barrierefrei sein werden. Über diese Rampe und einen Nebeneingang erreichen Rollstuhlfahrer auch die Touristinformation. Das war bisher immer ein Manko des jetzigen Standorts gewesen: Menschen mit Gehwagen, Rollstuhl oder Kinderwagen mussten draußen bleiben.

Für Edgar Goedecke und Bernd Tietje können mit der Unterbringung mehrerer Einrichtungen unter einem Dach Synergieeffekte genutzt werden. Auch sind so die ausschließlich weiblichen Akteurinnen nie alleine im Gebäude. Das bringt mehr Sicherheit. Und ein öffentliches WC in der Ortsmitte war seit Jahren Thema in der Gemeinde.

Für die Wohnräume im Obergeschoss gibt es vorerst keine Umbaupläne. Sie werden derzeit von Flüchtlingen bewohnt. Das Gebäude, in dem bisher das Bürger- und Seniorenbüro untergebracht war, wird mittelfristig abgerissen. Derzeit fehlt allerdings hierfür das Geld. Die bisherigen Räume der Tourist-Info waren angemietet.

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