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3. Liga

Fredenbecker warten weiter auf ersten Heimsieg

Fredenbecks Rückraumspieler Daniel Sharnikau traf gegen Stralsund sieben Mal. Foto: Potreck

Fredenbecks Rückraumspieler Daniel Sharnikau traf gegen Stralsund sieben Mal. Foto: Potreck

Die Drittliga-Handballer des VfL Fredenbeck warten weiter auf den ersten Heimsieg. Im Duell der beiden Tabellenletzten unterlagen die Fredenbecker vor 498 Zuschauern am Ende klar mit 31:37 (16:18) gegen den Stralsunder HV.

Samstag, 23.10.2021, 22:00 Uhr

(Update Sonntag, 21.02 Uhr: Details zum Spiel hinzugefügt)

Die Fans haben das Flehen der VfL-Macher erhört und kamen wieder. Die Geestlandhalle war gut besucht, wie in alten Zeiten. Erstmals nach zuletzt mauer Resonanz. Beide Mannschaften lieferten sich von Beginn an einen verbissenen Kampf mit hohem Einsatz und Tempo. Der VfL versuchte, mit „einfachen“ schnellen Toren die Stralsunder Abwehr zu knacken. Anfangs gelang das. Daniel Sharnikau und Jonas Buhrfeind netzten zum 1:0 und zum 2:1 ein.

Doch schon in den ersten Minuten zeigte sich das Fredenbecker Problem an diesem Abend. Die Abwehr, wegen der zahlreichen Verletzungen umgebaut, konnte den Stralsunder Angriff nicht stoppen. Deren Spielfluss wurde nicht gestört. So folgte auf jeden Fredenbecker Treffer prompt das Stralsunder Gegentor und nachdem sich einige Abspielfehler in das Fredenbecker Angriffsspiel eingeschlichen hatten, liefen die Fredenbecker stets einem Rückstand (5:7, 10. Minute; 8:10, 15.; 13:14, 20.) hinterher. An diesem Bild änderte sich die ganze erste Halbzeit nichts.

Fredenbecks Trainer Andreas Ott nahm eine Auszeit, änderte das Abwehrsystem aber nicht. Es wurde weiterhin auf beiden Seiten mit Leidenschaft und hohem Einsatz gekämpft. Doch jeder Fredenbecker Treffer wurde mit einem Stralsunder Gegentor beantwortet. Auch der Einsatz von Lars Kratzenberg ab der 25. Minute änderte an diesem Bild nichts. Der knappe Rückstand zur Halbzeit (16:18) ließ nach dem Spielverlauf aber weiter hoffen.

Die zweite Halbzeit begann, wie die erste endete. Der VfL Fredenbeck blieb bei seiner 6:0-Deckung. Beide Mannschaften fighteten, ohne dass sich eine der beiden einen entscheidenden Vorteil erspielte (23:25, 40.). Erst jetzt stellte das Fredenbecker Trainerduo auf eine 5:1-Abwehrformation um, um das Stralsunder Rückraumspiel zu stören. Doch zu spät.

Den Fredenbeckern geht die Luft aus

Dem durch zahlreiche Verletzungen geschwächten Fredenbecker Kader ging zusehends die Luft aus. Der Stralsunder HV spielte weiter mit hohem Tempo im Angriff und robuster Abwehr und baute seinen Vorsprung kontinuierlich aus (23:27,43.; 28;34, 55.). Die Fredenbecker Mannschaft kämpfte, stand aber mit schwindenden Kräften in den letzten 15 Minuten auf verlorenem Posten. Der Endstand von 31:37 spricht eine klare Sprache. Auch für Fredenbecks Trainer Igor Sharnikau war die Abwehr der klare Verlierer des Spiels. Ihr fehle die Grundschnelligkeit. „Wir waren in Kopf und Körper zu langsam“, sagt Sharnikau. Die Abwehr habe zu viele Fehler gemacht, habe das Kreuzen der Stralsunder im Rückraum nicht gestört. Auch die Torleute hätten dem Spiel keine Wende geben können. Sharnikau verteidigt das lange Festhalten an der 6:0-Abwehrformation. „Wir wussten, dass die Stralsunder große Kreisläufer haben und der Rückraum nicht so torgefährlich ist.“

Im Kampf um eine gute Ausgangsposition für die Abstiegsrunde ist die Niederlage ein herber Rückschlag. Trotz klarer Niederlage stimmte bei der Fredenbecker Rumpfmannschaft aber der Einsatz. Schon am nächsten Wochenende werden im Spiel gegen bisher unbeständige Mecklenburger Stiere aus Schwerin die Karten neu gemischt.

Die Statistik

VfL Fredenbeck: Paulsen, Spark, Meštrovic; Sievert 2, Buhrfeind 4, Sharnikau 7, Huckschlag 4/1, Fick 4, Richter 3, Brassait 6, Kratzenberg, Lens 1, Möller, Müller, Reiners, Romund

Zeitstrafen: VfL 1 – SHV 4

Siebenmeter: VfL 1/1; SHV 2/2

Zuschauer: 498

Nächstes Spiel: Mecklenburger Stiere Schwerin – VfL Fredenbeck (Sonntag, 31. Oktober,16 Uhr)

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