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Digitale Souveränität

GMX verzeichnet Kundenzuwachs wegen Datenschutz-Sorgen

Der deutsche E-Mail-Dienst GMX konkurriert vor allem mit Gmail.

Der deutsche E-Mail-Dienst GMX konkurriert vor allem mit Gmail. Foto: Wolf von Dewitz/dpa

Wegen Sorgen um US-Datenzugriffe wechseln viele zu GMX. Jetzt setzt der Anbieter auf eigene KI-Modelle, um Datenschutz und neue Funktionen im Postfach zu vereinen.

Von dpa 21.05.2026, 06:05 Uhr
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Karlsruhe. Der deutsche E-Mail-Anbieter GMX verzeichnet derzeit einen deutlichen Kundenzuwachs. „Die Sorge der Menschen in Deutschland vor einem unberechtigten Zugriff der US-Behörden auf ihre persönlichen Daten unter der Regierung von Donald Trump sorgt derzeit für bei uns für einen starken Kundenzulauf - ähnlich wie im Jahr 2013, als die Enthüllungen des Whistleblowers Edward Snowden Schlagzeilen machten“, sagte GMX-Geschäftsführer Michael Hagenau.

Mitten in dieser Wachstumsphase integriert das Karlsruher Unternehmen ab sofort generative KI-Funktionen direkt in das Postfach. Künstliche Intelligenz ist bei GMX schon länger im Hintergrund aktiv – etwa bei der Postfach-Sortierung oder der Erkennung von Spam und Phishing. Mit den neuen Funktionen lassen sich nun etwa umfangreiche Newsletter, Verträge oder Reisebuchungen im Postfach zusammenfassen. Beim Verfassen von Nachrichten hilft der digitale Assistent beim Formulieren, Stil-Optimieren oder Übersetzen.

Verzicht auf ChatGPT & Co.

Man verwende dabei Open-Source-Modelle, die man selbst hosten könne, sagte Hagenau. „Wenn wir ein Sprachmodell von OpenAI oder von einem anderen US-Anbieter nutzen würden, müssten wir die Daten zu denen in die USA schicken. Das widerspricht aber fundamental unserem Datenschutzversprechen.“ Mit der Nutzung von quelloffenen KI-Sprachmodellen werde garantiert, dass die Nutzerdaten weder an externe KI-Plattformen abfließen noch für deren Trainingszwecke verwendet werden.

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