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Leserbriefe

TGemeinsame Front bilden

Zum Wahlkampfthema „Migration“ (diverse Artikel im TAGEBLATT) schreibt Horst Wiechern aus Jork:

Mittwoch, 05.02.2025, 15:32 Uhr

Es ist unverzeihlich, Migration zu einem wesentlichen Wahlkampfthema zu machen. Wie kann es sein, dass die Altparteien der AfD mit diesem Thema eine Steilvorlage geben? Eine Partei, die ohne Immigrationsprobleme, vielleicht bei drei bis vier Prozent läge, fühlt sich weiter aufgewertet. Der politische, unsäglich undifferenzierte Umgang mit diesen furchtbaren Taten in Magdeburg und Aschaffenburg wird diese Gesellschaft verändern und Faschisten weiter hoffähig machen.

Die a-sozialen Medien werden als erprobte Hilfsmittel genutzt, um Hass und Lügen zu verbreiten. Aber Migration ist kein „Schwarz-weiß“-Thema. Es gibt viele Grauzonen, die Nachdenken und Differenzierung erfordern. Warum wird der Femizid nicht in einem ähnlichen Umfang angeprangert?

Wohnungsknappheit und zu hohe Mieten tragen zum Stimmungswandel bei. Nachdem meine Frau und ich an der ergreifenden Demonstration in Hamburg teilgenommen haben, werden wir auch wieder am 8. Februar um 13 Uhr in Buxtehude dabei sein.

Leider sehe ich zurzeit niemanden, der den Aufschwung der AfD bremsen könnte. Die Altparteien sind viel zu spät aufgewacht. Warum gibt es bisher keine parteiübergreifenden Anstrengungen sich zu wehren?

Wir brauchen eine gemeinsame Front von Kirche, Wirtschaftsverbänden, Gewerkschaften, Sportvereinen und natürlich Vertreter von Presse und Kultur, die sich mit ganzer Kraft gegen den Angriff des politischen Ungeistes zur Wehr setzen. Es droht Ungemach.

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J
Jochen Mextorf
07.02.202507:01 Uhr

Demonstrationen bewirken keine Änderungen.

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