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Generationenwechsel im Modehaus Stackmann

Das Foto der Familienchefs: Fabian und Dieter Stackmann vor einer Kasse aus den Anfangsjahren.  Foto Stephan

Das Foto der Familienchefs: Fabian und Dieter Stackmann vor einer Kasse aus den Anfangsjahren. Foto Stephan

Es war am 16. Juli 1919 eine kleine Notiz im damaligen „Buxtehuder Wochenblatt“: Ein neues Geschäft wurde in Buxtehude eröffnet. Ernst Stackmann hieß der Gründer, dessen Nachfahren in diesem Jahr den 100. Geburtstag eines Modehauses feiern, das für Buxtehude eigentlich zu groß ist.

Von Anping Richter Freitag, 08.03.2019, 19:04 Uhr

Zu groß für Buxtehude? „Ja“, sagt Dieter Stackmann, „ein Haus unserer Größenordnung müsste üblicherweise in einer Stadt mit mindestens 150 000 Einwohnern stehen.“ Der Senior-Chef belegt dies mit einer Zahl: 80 Prozent der Stackmann-Kunden kommen von auswärts zum Kauf nach Buxtehude. „Frequenzbringer“, nennt das die Branche. Und dieses Modehaus mit über 300 Beschäftigten feiert in diesem Jahr nicht nur Jubiläum, es erlebt mal wieder auch einen Generationenwechsel, denn Fabian Stackmann ist seit 1. Januar als mit dem Vater gleichberechtigter geschäftsführender Gesellschafter an Bord. Dass einer der beiden Söhne Lust verspürte, die Nachfolge anzutreten, bringt dem Senior die gute Laune in die Miene: „So einen Job kann man nur machen, wenn man brennt.“ Wie das mit dem 32-jährigen Urenkel des Firmengründers funktioniert, konnten alle Beteiligten in den vergangenen fünf Wochen erleben, denn da war der Seniorchef auf großer Reise. Wie oft er den Vater geschäftlich angerufen hat: „Nie“, sagt Fabian Stackmann, der sich nach so kurzer Zeit aber noch zurückhaltend gibt. „Ganz angekommen bin ich noch nicht“. Als Geschäftsführer hat er ohnehin Henning Schleemann zur Seite.

{picture1s} Fabian Stackmann verließ nach dem Abitur die Stadt, um nach Auslandsaufenthalten und BWL-Studium in diversen Modeunternehmen zu arbeiten und das Geschäft von der Pike auf zu lernen. Zuletzt war er in Osnabrück als Assistent der Geschäftsführung tätig. Seit 1. Januar ist er Chef im familieneigenen Haus in Buxtehude, wo er sich zunächst vornehmlich um die digitale Kundenbetreuung und das Online-Geschäft kümmern wird. „Alles in enger Abstimmung zwischen uns“, betonen Vater und Sohn unisono. Wobei der Senior betont: „Ich bin nur noch halbtags tätig.“

Das Jahr 2019 wird im Hause Stackmann ganz im Zeichen des Jubiläums stehen. Nach einer Kundenveranstaltung mit Mode-Gala am 23. März geht es Schlag auf Schlag. Schon am 28. März beginnt eine Talkshow-Serie, die das TAGEBLATT gemeinsam mit dem Hause Stackmann arrangiert. Chefredakteur Wolfgang Stephan begrüßt beim ersten mit Boogie-Woogie-Musik garnierten Talk Gäste zum Thema Unternehmensnachfolge: Väter-Töchter-Söhne von namhaften Unternehmen aus der Region.

Zum Veranstaltungs-Reigen gehören im ersten Halbjahr unter anderem ein Kreuzfahrt-Event, ein Kinderfest und ein Auftritt von Barbara Schöneberger am 7. Juni. Auch die Manni-Kaltz-Fußballschule ist Teil des Jubiläums-Programms, das, so Henning Schleemann, vor allem die Kunden ansprechen soll. Die werden auch immer zuerst eingeladen.

www.stackmann.de

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