Geschicklichkeitstest am Hexapoden
Der Hexapod mit einer Flugzeugküche . Foto Christian Schnabel, TUHH
Er hat sechs Beine, ist 350 Tonnen schwer und weltweit einzigartig: der Hexapod. Und das Beste daran? Die Technische Universität Hamburg (TUHH) hat ihn.
In der Nacht des Wissens am Sonnabend, 7. November, an der TUHH können Besucher und Besucherinnen an der tonnenschweren Hochleistungsprüfanlage ihre Fingerfertigkeit testen.
Technik zum Anfassen: Der sechseinhalb Meter hohe und fast genauso breite Hexapod ist eine Prüfanlage, in der Teile von Flugzeugen, Windrädern oder Autos befestigt und getestet werden. Im Test werden große Druck- und Ziehkräfte ausgeübt, die ein Düsenjet-Pilot bei seinem Start erlebt. Selbst eine Weltraumfähre wird nur mit halb so viel Kraft bei ihrem Abflug ins All belastet. Gleichzeitig schüttelt die Maschine die Bauteile mit einer Geschwindigkeit durch, die sechs Mal höher als die der Erdbeschleunigung ist. Diese Tests bestimmen die Beständigkeit, Sicherheit und Lebensdauer der Materialien: Bordküchen, Flugsitze und Teile des Flugzeugrumpfes können dadurch verbessert werden.
Wo sonst tonnenschwere Baumaterialien durchgeschüttelt werden, ist bei der Nacht des Wissens die Geschicklichkeit der Besucherinnen und Besucher gefragt: Auf dem Hexapoden wird ein Holzlabyrinth mit einer Metallkugel befestigt. Mit Sensoren ausgestattet, wird das Labyrinth mit einem iPad in alle Richtungen bewegt, um die Kugel ins Ziel zu bringen. Mit Mitteln der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und der Behörde für Wissenschaft und Forschung haben die Wissenschaftler der TUHH den Hexapoden entwickelt. Er ist für die Forschung und Entwicklung energiesparender Verbundwerkstoffe für Flugzeuge, Windkraftanlagen und Autos von zen-traler Bedeutung, denn erstmals können mechanische Tests in einem universitären Umfeld unter realen Bedingungen getestet werden.
Stattfinden wird das Ganze von 17 bis 24 Uhr im Institut für Produktentwicklung und Konstruktionstechnik, Gebäude P, Denickestraße 15, Eingang EG, Präsentation im Obergeschoss.
Die Vorführung ist nur ein Teil der Nacht des Wissens an der TU. Insgesamt gibt es ein Feuerwerk von 99 unterhaltsamen und interessanten kostenlosen Beiträgen aus der aktuellen ingenieurwissenschaftlichen Forschung.
Mehr als 50 Hochschulen, außeruniversitäre Forschungseinrichtungen und weitere wissenschaftliche Institutionen in Hamburg und der Metropolregion öffnen am 7. November ihre Türen. Zur 6. Nacht des Wissens haben die Wissenschaftler wieder über 1000 Programmpunkte für interessierte Hamburger vorbereitet. Die Veranstaltung und die Nutzung der Busshuttles sind wie immer kostenlos.
Zum Programm der TUHH-Nacht des Wissens: