Gigant löscht seine Ladung in Hamburg
Der relativ neue Megaliner „MOL Treasure“ ist bereits auf den Betrieb mit LNG als Treibstoff vorbereitet. Foto: Hasenpusch
Das von der Mitsui O.S.K. Line (MOL) seit Anfang 2018 betriebene Containerschiff „MOL Treasure“ gehört zu den bisher noch raren Megalinern, die mehr als 20 000 TEU (Standardcontainer) befördern können.
Ihre aktuelle Reise begann die „MOL Treasure“ bereits am 15. August im südkoreanischen Busan. Nach Zwischenstopps in vier chinesischen Häfen, Singapur und Southampton steht als Ziel der Reise Hamburg an. In der Hansestadt werden vor allem Nahrungsgüter, Produkte der chemischen Industrie sowie des Maschinenbaus und der IT entladen.
Die Reederei MOL besitzt eine lange Schifffahrts-Tradition. Gegründet 1884, fuhren ihre Schiffe bereits 1930 nach Amerika. Auch damals war Zeit bereits ein wichtiger Faktor. Ihre ersten Frachtschiffe waren in der Lage, die Strecke Yokohama–New York etwa 10 Tage schneller zurückzulegen als andere herkömmliche Frachter.
Es steht außer Frage, dass auch die heutigen Containerriesen effektiv ausgelastet sein müssen. 2018 vereinigte sich MOL mit zwei japanischen Reedereien zu ONE (Ocean Network Express), des Weiteren gehört MOL zum Konsortium „The Alliance“, in der auch Hapag-Lloyd integriert ist und MOL gehört auch zur Vereinigung TWNA (The New World Alliance) gemeinsam mit der Reederei Hyundai Merchant Marine, immerhin weltweit die neuntgrößte Reederei.
Das 400 Meter lange und 59 Meter breite Schiff wurde in der Zeit von 2016 bis 2018 von der japanischen Imabari Schiffswerft in Sajio gebaut. Für etwa 155 Millionen Dollar war es zu haben. Der eingebaute Zweitakt-Dieselmotor von MAN B&W wurde so konzipiert, dass er zukünftig auch mit LNG als Treibstoff arbeiten kann.
Am Donnerstag, 26. September, gegen 15.30 Uhr, wird die „MOL Treasure“ auslaufend am Lühe-Anleger zu sehen sein.