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Leserbriefe

TGleiche Bedingungen

Zum Artikel „Das Ende von Haupt- und Realschule“ (TAGEBLATT vom 29. März) schreibt Jutta Galla aus Buxtehude:

Dienstag, 01.04.2025, 16:02 Uhr

Meine niederländischen Freunde, beide Lehrer, staunen immer über die TAGEBLATT- Artikel aus dem Bereich „Schule in Buxtehude“, denn in ihrem Heimatland ist vieles ganz anders.

Hauptschule habe ich ihnen so erklärt: Was ursprünglich Volksschule hieß, wurde in Hauptschule umbenannt, weil dort früher einmal der größte Teil der Schüler hinging, Abschlüsse machte und anschließend Ausbildungen zum Elektriker, Maler oder Bäcker, zur Krankenschwester, Erzieherin oder in anderen anspruchsvollen handwerklichen oder sozialen Berufen absolvierte.

Im Zuge der Freigabe des Elternwillens sowie später der ministeriell verordneten Inklusion und Abschaffung der Förderschulen ohne ausreichende personelle und räumliche Aufstockung ergibt sich nun ein ganz anderes Bild: Es gibt nur noch zwei Realschulen und eine Hauptschule im ganzen Landkreis. Zusammen haben Haupt- und Realschule in Buxtehude 843 Schüler, ein Drittel der Hauptschüler hat Förderbedarf, so liest man es im TAGEBLATT heute.

Im Vergleich: Das Gymnasium Süd besuchen über 1000 Schüler. Die Oberstufe wird seit zehn Jahren in Containern unterrichtet.

„Pädagogik braucht Raum“, wird der Schulleiter zitiert. Die geforderten individualisierten Lernprozesse müssen abgebildet werden können. Wie recht er hat. Er fordert gleiche Bedingungen, wie sie das zweite Buxtehuder Gymnasium bekommt.

Die Frage meiner niederländischen Freunde, warum dann nicht einfach gleiche Bedingungen für alle Schüler, wie in den Niederlanden, wo die Schulpflicht für alle ab vier Jahren beginnt und ein gut ausgestattetes System für differenzierte individuelle Förderung statt permanenter Selektion sorgt, fällt mir schwer zu beantworten.

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J
Jochen Mextorf
02.04.202510:33 Uhr

Ganz einfach: Im Gegensatz zu NL ist D > Failed State.

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