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Gräber auf dem Horstfriedhof als Zeugnisse der Geschichte

Die Engelsstatue auf dem Horstfriedhof in Stade ist ein ungewöhnlicher Ort für eine symbolische Scheckübergabe (von links): Dr. Thomas Kück, Dr. Arnd Siegel, Martin Käthler, Arnold Reißmann, Andreas Mosler und Werner Hecht präsentieren den

Die Engelsstatue auf dem Horstfriedhof in Stade ist ein ungewöhnlicher Ort für eine symbolische Scheckübergabe (von links): Dr. Thomas Kück, Dr. Arnd Siegel, Martin Käthler, Arnold Reißmann, Andreas Mosler und Werner Hecht präsentieren den

Der Horstfriedhof in Stade ist ein Kleinod. Seit dreieinhalb Jahren setzt sich die Siegelstiftung, benannt nach ihrem Gründer Dr. Arnd Siegel und getragen vom Gesamtverband der protestantischen Kirchen in Stade, dafür ein, das Areal zu erhalten.

Von Daniel Beneke Dienstag, 03.05.2016, 15:15 Uhr

Unterstützung erfährt sie von der Landeskirche, die ebenfalls Geld zur Verfügung stellt. Die Zwischenbilanz, die Superintendent Dr. Thomas Kück vorstellte, kann sich sehen lassen: Jeweils 50 000 Euro haben Siegel und die Kirchengemeinden eingezahlt, um die Stiftung aus der Taufe zu heben. 15 000 Euro führten Freunde des 1789 eingeweihten Friedhofs mit seinen insgesamt 5500 Grabstellen daraufhin dem Stiftungskapital zu, mit dessen Erträgen die Organisation wirtschaften muss.

Rund 10 000 Euro gingen bisher an Spenden ein. Ein Drittel der in den vergangenen zwei Jahren eingegangenen Zustiftungen hat die Landeskirche mit ihrem Bonifizierungsprogramm aufgestockt. Diplomkaufmann Martin Käthler hat einen symbolischen Scheck der Evangelischen Bank in Höhe von 2400 Euro aus Hannover mit nach Stade gebracht, die fortan der Arbeit der Stiftung zugutekommen. „Der Friedhof hat es verdient, weil er schön ist“, sagt Siegel.

Er spricht von „einmaligen Gräbern“, die Zeugnisse der Stadtgeschichte seien. Einige besonders wertvolle Stelen wurden im vergangenen Jahr restauriert, die Restauration von Eisenkreuzen steht bevor. Der Stiftungsratsvorsitzende plant, einen Flyer herauszugeben, der Besucher über die Gräber bekannter Stader aufklärt. Der Horstfriedhof ist der einzige kirchliche Gottesacker im Stadtgebiet. Die evangelischen Gemeinden und die Stiftung ziehen an einem Strang, wenn es darum geht, die Zukunft der Anlage zu gestalten. Wie mit frei werdenden Flächen umgegangen wird und ob die moderne Form der Bestattung hier Einzug halten soll, stimmen beide Partner ab. Anonyme Gräber gibt es grundsätzlich nicht. Auch der Aufforstung hat sich die Stiftung verschrieben, ein eigener Baum wurde schon gepflanzt.

Demnächst rückt schweres Gerät an. Neben der Kapelle werden Arbeiter ein neues Verwaltungsgebäude mit Platz für die Friedhofsgärtnerei und Büros für Mitarbeiter des Kirchenamtes errichten. Das alte Gebäude am Haupteingang ist verkauft, dort sollen Wohnungen entstehen.

Spendenkonto

Siegelstiftung für den Horstfriedhof Stade, Konto des Kirchenamtes Stade, IBAN: DE54 2415 1005 0000 0080 94, BIC: NOLADE21STS, Verwendungszweck Spende/Zustiftung Siegelstiftung. Mehr Infos online.

www.stadtkirchen-stade.de

Das alte Gebäude der Friedhofsverwaltung hat die Wohnstätte gekauft, die auf dem Areal demnächst Wohnungen bauen möchte. Gärtnerei und Kirchenamt sollen in einen Neubau an der Kapelle ziehen.

Das alte Gebäude der Friedhofsverwaltung hat die Wohnstätte gekauft, die auf dem Areal demnächst Wohnungen bauen möchte. Gärtnerei und Kirchenamt sollen in einen Neubau an der Kapelle ziehen.

Die alten Gräber haben es dem Initiator der Stiftung angetan. Der Gründer Dr. Arnd Siegel hat bereits einige Vorarbeit geleistet und ein Buch mit Fotos der Steine und ihrer Inschriften herausgegeben.

Die alten Gräber haben es dem Initiator der Stiftung angetan. Der Gründer Dr. Arnd Siegel hat bereits einige Vorarbeit geleistet und ein Buch mit Fotos der Steine und ihrer Inschriften herausgegeben.

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