Größtes Reitturnier der Region findet in Bargstedt statt
Der Reiter Nisse Lüneburg aus Deutschland und sein Pferd Cordillo beim 88. Deutsches Spring-Derby. Foto dpa
Vier Tage Pferdesport der Extraklasse gibt es ab Donnerstag, 8. Juni, bis Sonntag in Bargstedt auf der Stader Geest zu erleben. Die Dressurreiter messen sich bis zur schwersten Klasse knapp unter olympischem Niveau in der Grand Prix Kür.
Zwar geht es im Springparcours etwas unspektakulärer als beim Hamburger Derby zu, aber mit ähnlich großen Namen. So hat der zweifache Derbysieger Nisse Lüneburg aus dem schleswig-holsteinischen Hetlingen gemeldet. Vor wenigen Wochen musste er sich im Kampf um das blaue Band des 88. Derby-Siegers knapp geschlagen geben und wurde Dritter.
Insgesamt werden gut 3000 Starts beim großen Pferdesportereignis des Reitervereins Harsefeld erwartet. Der Verein hat seinen für den großen Sport ausgebauten Turnierplatz in Bargstedt über die Jahre immer perfekter gestaltet, schon frühzeitig für die Dressurreiter auf hochwertige Bodenverhältnisse gesetzt. Das und die Prüfungen bis zur schwersten Klasse locken Profis und bekannte Persönlichkeiten im Sattel an. Auch in diesem Jahr steht Alexandra Stich, Ehefrau des Tennis-Olympia- und Wimbledon-Siegers Michael Stich, mit auf der Teilnehmerliste. Zwischen 10 000 und 14 000 Zuschauer werden auf dem Gelände erwartet.
Am Donnerstag beginnt die erste Prüfung um 8 Uhr. Hier stehen die Nachwuchspferde im Fokus. Ein Höhepunkt am Freitag ist ab 12.30 Uhr ein Kurz-Grand-Prix, eine schwere Dressurprüfung als Qualifikation zur wohl attraktivsten Dressurprüfung für die Zuschauer: Am Sonnabend, ab 19.30 Uhr, wird die Grand-Prix-Kür von den zwölf besten Reitern zu Musik geritten.
An allen Turniertagen ist von morgens bis abends Programm. Besondere Bilder und Entscheidungen warten am Sonntag auf die Besucher. So gibt es am Nachmittag Schaubilder mit akrobatischen Kosaken-Ritten und einer Präsentation des Harsefelder Voltigiernachwuchses, eine Ponyverlosung, das Finale der Fohlenschauen und drei Springprüfungen der schweren Klasse S bis zwei Sterne, darunter die beliebte Zweikampfspringprüfung, bei der zwei Reiter immer direkt gegeneinander starten.