Großes Tauffest am Elbstrand
Pastor Steffen Kühnelt erteilte im vergangenen Jahr Lucy Christa Striewski bei der Elbtaufe den Segen. Foto: Fröhlig
Die Taufen am Rissener Elbufer haben Tradition. In diesem Jahr fällt das Tauffest aber größer aus. Denn nicht nur die Rissener Johanneskirchengemeinde feiert dies am heutigen Sonnabend, sondern 65 Gemeinden aus den Kirchenkreisen Hamburg-West/Südholstein und Hamburg-Ost.
500 Kinder und Erwachsene haben sich im Vorfeld registriert. Der jüngste Täufling ist wenige Tage, der älteste 45 Jahre alt. Etwa 5000 Gäste werden am Elbstrand erwartet. 2011 waren es beim letzten großen Tauffest am Elbstrand in Blankenese 243 Täuflinge.
„Wir taufen auch in Gummistiefeln“, sagt Beate Timann vom Kirchenkreis Hamburg-Ost. Zusammen mit Brigitte Könemann vom Kirchenkreis Hamburg-West/Südholstein hat sie das Mega-Event organisiert. Beide hoffen, dass die Wettervoraussage hält, was sie verspricht, denn es soll ein großes Fest unter dem Motto „Moin Welt!“ werden. Die Predigt wird Bischöfin Kirsten Fehrs halten. 90 Pastorinnen und Pastoren sind an dem Tauffest beteiligt. Sie werden die Taufzeremonie in der Elbe durchführen.
Der Gottesdienst beginnt um 15 Uhr. Die ungewöhnliche Gottesdienstzeit ist dem Ort geschuldet. Zunächst war der Sonntag angedacht. Doch dann wäre der Strand vermutlich zu klein für die etwa 5000 Besucher – die Tide entscheidet diesmal also wann getauft wird. Die Elbe sei die „Lebensader“ Hamburgs, betont Propst Karl-Heinrich Melzer. Einen besseren Ort für eine Taufe außerhalb der Gotteshäuser lasse sich nur schwer finden. „Wir gehen raus zu den Menschen und auf öffentliche Plätze“, ergänzt Amtskollegin Ulrike Murmann.
Für den Kfz-Verkehr wird das Gebiet am Rissener Ufer weiträumig gesperrt. Von Blankenese und Wedel gibt es Bus-Shuttles (siehe Infokasten). Von Teufelsbrück schippert eine Barkasse. 500 Bierzeltgarnituren werden aufgestellt, für Gebäck, Getränke und Erdbeeren ist gesorgt. Weil das Rissener Ufer Naturschutzgebiet ist, gelten hier hohe Umweltauflagen. Konflikte mit den beteiligten Behörden habe es jedoch nicht gegeben, sagt Könemann. Die Kirchenkreise selbst hätten ein großes Interesse, ein ökofaires Fest ohne Plastikgeschirr und Papierservietten zu feiern. Nach dem Gottesdienst soll ab 16.30 Uhr gefeiert werden. Das Tauffest soll gegen 19 Uhr enden.
Am Sonnabend, ab 8 Uhr, wird der Wittenbergener Weg zwischen Tinsdaler Kirchenweg und Elbe gesperrt. Anwohner und Menschen mit Behinderung dürfen die Straße befahren, aber nicht parken. Parkplätze werden in der Feldstraße in Wedel eingerichtet. Von 12 bis 20 Uhr fährt die Linie 189 ab der Haltestelle „Fachhochschule Wedel“ bis zur Haltestelle „Tinsdaler Kirchenweg“. Von dort geht es zu Fuß den Wittenbergener Weg, der für den Verkehr gesperrt ist, runter zum Strand. Die Gleiche Linie fährt ab der S-Bahn-Blankenese zum Elbstrand. Besucher sollen etwa 30 bis 40 Minuten Reisezeit einplanen.