Grundschule Moisburg soll wachsen
Seit Generationen werden Moisburgs Grundschüler auch in diesen Gebäudetrakten aus den 1950er und 1960er Jahren unterrichtet. Foto: Lepél
In der Grundschule in Moisburg wird es eng, befürchtet Schulleiterin Ulrike Peschau und hat einen Erweiterungsbau bei der Samtgemeinde beantragt. Dieser wird am Montag erstmals im Schulausschuss vorgestellt und beraten.
Die Moisburger Grundschule muss erweitert werden, davon ist Schulleiterin Ulrike Peschau überzeugt und hat einen entsprechenden Antrag an den zuständigen Schulausschuss der Samtgemeinde Hollenstedt gestellt. Dieser Antrag wird am Montag, 23. September, ab 19.30 Uhr erstmals im Schulausschuss beraten. Dessen Mitglieder können sich vor Ort gleich ein Bild von der räumlichen Situation machen, denn die Sitzung findet in der „Moise-Schule“ statt, in deren Emblem sich in Anlehnung an den Ortsnamen ein Mäuschen und ein Burgturm befinden.
„Um in den nächsten Jahren den gestiegenen Anforderungen der Beschulung nachkommen zu können, benötigt die Schule mehr Platz und eine zeitgemäßere Ausstattung“, so Peschau. Die Grundschule Moisburg habe mit Blick auf das Flächen- und Raumangebot ihre Kapazitätsgrenze erreicht. „Reserven bestehen nicht. Die Zweizügigkeit ist nicht gewährleistet“, so Peschau. Da sich die Schülerschaft dynamisch entwickele und sich zusätzlich die Ganztagsnutzung in der Zukunft wahrscheinlich noch erhöhe, seien Investitionen in den Schulbau sinnvoll und dringend. Zudem sind durch den Zuzug von Familien ins Baugebiet „Dicken Rehmen“, das derzeit erschlossen wird, weiter steigende Anmeldezahlen zu erwarten.
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Bereits seit diesem Schuljahr fehlt ein Klassenraum, stellt die Schulleiterin dar. Im April 2018 musste der Werkraum im Keller aufgrund von Feuchtigkeit und eines fehlenden zweiten Fluchtweges gesperrt werden. Anschließend fand eine Begehung in der Schule mit Vertretern der Samtgemeinde statt: Die Sanierung des Kellerraumes wurde verworfen, und die Verlegung des Werkraumes in einen Klassenraum beschlossen. Anstelle von acht Klassenräumen stehen deshalb derzeit nur noch sieben zur Verfügung.
Erst 2010 fand eine umfangreiche Sanierung der Schule statt. „Inzwischen stellt sich die Grundschule aber neuen pädagogischen Aufgaben“, so Peschau. „Seit 2012 wird die Inklusion in Schulen umgesetzt. Seit 2018 findet die Schule als Offene Ganztagsschule bis 15 Uhr statt und muss sich ab diesem Schuljahr vermehrt der Medienerziehung widmen. Dazu fehlen geeignete Differenzierungsräume für Fördergruppen und für Gruppen in der ganztägigen und nachschulischen Betreuung bis 16 Uhr.“ Der Raumbedarf sei allgemein gestiegen. Die Mensa weise mit rund 20 Quadratmetern nicht die geforderte Mindestgröße auf. Und die digitale Ausstattung der Schule beschränke sich auf einen Beamer, der in der Pausenhalle aufgehängt ist, sowie auf einen Computerraum, zählt Peschau die Defizite auf.
Ihr Lösungsvorschlag: Durch die Erweiterung der Schule in Richtung Straße könnte die Schule ein modernes Gebäude erhalten und beließe gleichzeitig das Pausengelände in der derzeitigen Größe und Ausstattung. „Dieses ist notwendig, um auch für den Freizeitbereich im Ganztag und für die nachschulische Betreuung genügend Spielflächen anbieten zu können“, so die Schulleiterin. Durch eine Erweiterung entstünden zwei weitere Klassenräume und ein Teilungsraum, der für die Früh- und Spätbetreuung und auch als Ganztagsgruppenraum genutzt werden könnte. Zudem könnten weitere WC-Anlagen gebaut werden.
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Um die Mensa erweitern zu können, könnte das Sekretariat zur Mensa hinzugefügt werden. Als weitere Reserve stünde das Schulleitungsbüro zur Verfügung. Und Peschau sieht weitere Vorteile: Der Vorplatz, der derzeitig nicht als Spielfläche benutzt wird, würde durch die Baumaßnahme zu einem Innenhof. Die Pausenhalle könnte in der Folge durch Glasflächen erweitert werden. Im neuen Gebäudeteil würde neben dem Schulleitungsbüro und dem Sekretariat auch der Erste-Hilfe-Raum untergebracht, der sich als Provisorium im Flur des Seiteneingangs befindet.
Der älteste Gebäudetrakt der Moisburger Schule ist über 60 Jahre alt und enstand damals auf der grünen Wiese. Mitte der 1960er Jahre wurde die Schule erstmals erweitert. Mit der Gemeindereform von 1972 ging die Zuständigkeit von der Gemeinde Moisburg auf die Samtgemeinde Hollenstedt über. Danach wurde aus der ehemaligen Hauptschule eine Grundschule mit den Klassen 1 bis 4. Heute wird sie von rund 100 Schülern besucht.
Die Sitzung des Schulausschusses der Samtgemeinde Hollenstedt findet am Montag, 23. September, ab 19.30 Uhr in der Grundschule Moisburg, Karken-stieg 16, statt. Neben den Erweiterungsplänen für die Moisburger Schule werden die Schulleitungen der Schulen in der Samtgemeinde einen Bericht liefern, es geht um die Schulsozialarbeit. die Entwicklung der Schülerzahlen sowie um Abrechnungen und Haushaltsplanungen der AWO bezüglich der Offenen Ganztagsschulen in der Samtgemeinde.