HSG-Trainerin sorgt für frischen Wind
HSG Bützfleth/Drochtersen (hinten von links): Julia von der Reith, Vivien Martens, Madlen Gooßen, Grit Herling, Lars Rogge, Nina Haack, Paula Rusch, Anne Rusch. Sitzend von links: Katharina Jens, Josephine Suhr, Chantal Laskowski, Lena von
In der Handball-Landesliga der Frauen spielen ab dem 2. September mit der HSG Bützfleth/Drochtersen, dem VfL Horneburg und dem VfL Stade II drei Mannschaften aus dem Landkreis Stade um die Punkte. Nur noch zwölf Teams sind in der Liga am Start.
Von Rainer Schnackenberg
Bei Bü/Dro und dem VfL Stade II sitzen neue Trainer auf der Bank und sollen für Motivation und viel Schwung sorgen. Am 2. September beginnt die Saison für den VfL Stade II um 14 Uhr in der VLG-Halle mit dem Spiel gegen die SG Bremen-Hastedt. Der VfL Horneburg tritt in Oyten an und Bü/Dro am 3. September in Bremervörde.
Nach einer durchwachsenen vergangenen Saison soll beim VfL Horneburg in dieser Serie der Knoten platzen. Besonders die schwere Verletzung von Veronika Zoller und die Auslandsaufenthalte von Larissa Usadel sowie Sara und Merle Gefken bereiteten einige Probleme. „Wann Veronika wieder voll einsetzbar ist, wissen wir noch nicht. Nach zwei Knieoperationen hat sie gerade erst wieder mit dem lockeren Laufen begonnen. Eine Spielerin wie sie ist nicht so einfach zu ersetzen“, sagt VfL-Trainer Alexander Mirkens. Da das komplette „Gerüst der Mannschaft“ zusammenbleibt, geht Horneburg mit einer relativ eingespielten Truppe in die Saison. Verstärkt hat sich der VfL mit zwei Spielerinnen: Denise Juda kommt nach einer Saison bei der SG OSF Berlin in der Oberliga Ostsee-Spree wieder nach Horneburg zurück. Zudem hat sich mit Vanessa Becker von der zweiten Mannschaft des Buxtehuder SV eine starke Spielerin dem VfL angeschlossen. Ziel ist es, sich so früh wie möglich im oberen Mittelfeld festzusetzen. „Das ist schwer, aber möglich“, so der VfL-Trainer. Die Chemie in der Mannschaft und die Stimmung seien so gut wie noch nie, dies gelte es auf der Platte unter Beweis zu stellen, fordert Mirkens.
VfL Horneburg (oben von links): Denise Juda, Julia Drewes, Frauke Otten, Stefanie Martens, Franziska Martens, Nicole Vorwerk, Merle Gefken, Daniela Gooßen, Anika Matthies, Co-Trainer Maximilian Alpers. (Unten von links): Gina Gews, Isa Pickenpack, Vanessa Becker, Trainer ALexander Mirkens, Sara Gefken, Sophie Hartmann, Veronika Zoller.
Die HSG Bützfleth/Drochtersen ist nach dem einen Jahr in der Oberliga und nur sechs erspielten Punkten wieder in die Landesliga abgestiegen. Dort kommt es zu einem großen Umbruch. Für Benjamin Nagel schwingt jetzt Grit Herling mit Lars Rogge zusammen das Trainerzepter. Herling hat zuletzt die A-Jugend von Bü/Dro zur Vizemeisterschaft in der Landesliga geführt und soll die Mannschaft mit viel frischer Energie wieder auf Kurs bringen. „Für die erfahrenen Spielerinnen wie die Torhüterinnen Jennifer Haack und Beppa Tiedemann, die Feldspielerinnen Bettina Martens, Melanie Behrens und Jessica Pye, sollen jetzt Maertha Laut, Büsra Ersoy und auch Chantal Laskowski mehr Verantwortung übernehmen“, erklärt die Bü/Dro-Trainerin. Dazu sind einige ehemalige A-Jugend-Spielerinnen neu dabei. Herling: „Im Vordergrund steht der erfolgreiche Umbruch. Ein Platz im oberen Tabellendrittel sollte aber realistisch sein“, so die Trainerin. Bü/Dro beginnt am 3. September die Saison mit dem Derby beim TSV Bremervörde.
VfL Stade II (hinten von links): Ramona Schell, Juliana Tetzlaff, Lara Klintworth, Swenja Schlüter, Wencke Straßheim, Lisa Peters, Trainer Matthias Sauer. (Vorne von links): Birgit Hönemann, Marieke Stüven, Saskia Scheibel, Kristina Teske, Merle Alpers, Sarah Dammann, Janina Sprekels. Foto: Verein
Der VfL Stade II geht nach langer Suche jetzt mit Trainer Matthias Sauer in die neue Saison. Sauer coacht auch die Stader Männer und kennt sich somit im Verein bestens aus. „Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit Matthias“, sagt Spielerin Juliana Tetzlaff. Einen sicheren Mittelplatz soll Sauer mit den Staderinnen schon erreichen. Das scheint auch machbar, denn verschiedene VfL-Frauen haben schon in höheren Ligen gute Leistungen gebracht. Die Abwehr mit der erfahrenen und reaktionsschnellen Kristina Teske und Nachwuchstorhüterin Svenja Dammann im Tor könnte wie in der vergangenen Saison zum Bollwerk werden. Der Weg nach vorne war für Stade eher das Problem. Viele Bälle gingen verloren und Torchancen wurden reihenweise ausgelassen. Da ist der neue Coach gefordert. Mit Svenja Schlüter aus Elsfleth hat Stade Verstärkung bekommen. Natürlich durften Trainingseinheiten mit Randy Bülau und Tae Bo bei Sven van Haaren nicht fehlen, wie Trainingseinheiten mit der Fitnesstrainerin und VfL-Spielerin Janina Sprekels.