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Nach Brückeneinsturz

Hafenzufahrt von Baltimore wieder frei

Die eingestürzte Francis-Scott-Key-Brücke liegt Mitte April auf dem Containerschiff Dali. Jetzt ist die Hafeneinfahrt wieder vollständig befahrbar.

Die eingestürzte Francis-Scott-Key-Brücke liegt Mitte April auf dem Containerschiff Dali. Jetzt ist die Hafeneinfahrt wieder vollständig befahrbar. Foto: Julia Nikhinson/AP/dpa

Mit schwerem Gerät und hunderten Einsatzkräften wurden rund 50.000 Tonnen Trümmer aus dem Wasser geborgen. Doch die Arbeit ist noch nicht beendet.

Von dpa 11.06.2024, 12:45 Uhr
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Baltimore. Elf Wochen nach dem Einsturz einer großen Autobahnbrücke in der US-Stadt Baltimore ist die Hafeneinfahrt wieder vollständig befahrbar. Der Kanal sei freigeräumt worden und habe nun wieder seine ursprüngliche Betriebsgröße von etwa 210 Metern Breite und 15 Metern Tiefe, hieß es in einer Mitteilung der zuständigen Behörden. Zuvor hatte es demnach nur eine begrenzte Schneise für kommerziellen Schiffsverkehr gegeben.

Ende März hatte das Containerschiff „Dali“ einen Stützpfeiler der Francis Scott Key Bridge gerammt und die mehr als 2,5 Kilometer lange, vierspurige Autobahnbrücke so zum Einsturz gebracht. Seitdem hatten die Bergungsteams daran gearbeitet, Brückenteile aus dem Wasser zu bergen und das Schiff, das teilweise von Trümmern begraben worden war, von der Unfallstelle zu entfernen. Der Brückeneinsturz mit sechs Toten hatte auch immense wirtschaftliche Auswirkungen, da einer der bedeutendsten Seehäfen der USA temporär nicht nutzbar war.

Rund 50.000 Tonnen Trümmer seien in den vergangenen Monaten aus dem Patapsco River entfernt worden, teilten die Behörden weiter mit. Mehr als 1500 Einsatzkräfte und etwa 500 Spezialisten aus aller Welt seien mit Lastkähnen, Schwimmkränen und Baggern an den Arbeiten beteiligt gewesen. „Wir können Großes erreichen, wenn wir zusammenarbeiten“, hieß es in einer Mitteilung des Gouverneurs von Maryland, Wes Moore. Die Arbeit sei aber erst beendet, wenn die Francis Scott Key Bridge wieder aufgebaut sei.

Bei dem Unglück waren sechs Männer ums Leben gekommen. Es handelte sich dabei um Bauarbeiter lateinamerikanischer Herkunft, die zum Unfallzeitpunkt Reparaturen auf der Brücke durchführten. Ersten Erkenntnissen zufolge war das Schiff womöglich wegen eines Stromausfalls manövrierunfähig geworden. Die US-Bundespolizeibehörde FBI leitete ein Ermittlungsverfahren ein.

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