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Hamburg: Weihnachtsmärkte von traditionell bis frivol

Der historische Weihnachtsmarkt auf dem Rathausmarkt Hamburg ist der wohl bekannteste Weihnachtsmarkt in Hamburg. Foto Bockwoldt/dpa

Der historische Weihnachtsmarkt auf dem Rathausmarkt Hamburg ist der wohl bekannteste Weihnachtsmarkt in Hamburg. Foto Bockwoldt/dpa

Endlich wieder gebrannte Mandeln, Kartoffelpuffer, Apfelpunsch und Glühwein.Hamburg hat eine riesige Auswahl an vor allem sehr unterschiedlichen Weihnachtsmärkten. Die große Weihnachtsmarkt-Übersicht. 

Von Mona Adams Dienstag, 24.11.2015, 17:22 Uhr

Direkt an der Binnenalster am Hamburger Jungfernstieg reihen sich weiße Pagodenzelte aneinander, silbergoldenes Licht gibt dem Weihnachtsmarkt „Weißerzauber“ eine ganz besonders sinnliche, warme Atmosphäre. Der Weihnachtsmarkt überzeugt mit einem aufwendigen und hochwertigen Lichtkonzept mit Blick auf die Binnenalster und dem beleuchteten Tannenbaum. Rund 100 verschiedene Betreiber bieten Kunsthandwerk, Schmuck, Dekoration, Spielzeug und weihnachtliche Leckereien. Highlights des Marktes sind das historische Riesenrad von 1926 sowie die fünf „Hamburger Märchenschiffe“ am Alsteranleger Jungfernstieg, auf denen die kleinen Besucher Weihnachtskekse backen können.

Jungfernstieg, U+S Jungfernstieg. Bis zum 6. Januar täglich von 11 Uhr bis 21 Uhr, freitags und sonnabends bis 22 Uhr (Gastronomie bis 23 Uhr) geöffnet. 24. und 25. Dezember geschlossen; Silvesternacht mit Feuerwerk bis 2 Uhr, Programm auf den Märchenschiffen bis 23. Dezember, teilweise mit Anmeldung.

Der Geheimtipp. Vor der historisch-malerischen Kulisse des illuminierten Harburger Rathauses findet jedes Jahr der Harburger Weihnachtsmarkt statt. Die kleine, liebevoll gestaltete Budenstadt hat viele Aktionen zu bieten, vom Torwandschießen, Feuerzaubervorführungen, Baumkugel-Bemalen bis hin zu Puppentheater, Bastelstunden und dem traditionellen Harburger Adventskalender. Allabendlich erklingt dazu aus den Fenstern des Rathauses ein Trompetensolo. Am 5. und 6. Dezember gilt es, das größte Hamburger Lebkuchenhaus zu bauen, am 13. Dezember singt der größte Chor in Hamburg während der Weihnachtszeit weihnachtliche Lieder.

Harburger Rathausplatz, S Harburg Rathaus. Bis zum 27. Dezember täglich von 11 bis 20 Uhr, sonntags 13 bis 20 Uhr (Gastronomie bis 21.30 Uhr; 24. und 25. Dezember geschlossen).

Der Hanseatische. Ein besonders maritimes Flair bietet der Fleetinsel Weihnachtsmarkt zwischen Stadthausbrücke und Rödingsmarkt. In der Weihnachtslounge werden Cocktails gemixt, unter freiem Himmel dreht ein buntes Karussell seine Runden. In unmittelbarer Nähe zum Wasser gibt es weihnachtliche Spezialitäten, Spanferkel, Grünkohl, Crêpes und Glühwein. Highlight auf dem Wasser sind zwei Segel-Oldtimer aus dem Museumshaven Övelgönne, die extra weihnachtlich geschmückt wurden.

Heiligengeistbrücke, U Rödingsmarkt, S Stadthausbrücke. Bis zum 23. Dezember täglich von 12 bis 21 Uhr.

Der Erotische. Zum zehnten Mal lädt der Kiez zu seinem feucht-frivolen Santa-Pauli-Weihnachtsmarkt ein. Es ist der definitiv außergewöhnlichste Weihnachtsmarkt, den Hamburg zu bieten hat. Statt Glühwein, Krippenspielen und hölzernem Kunsthandwerk gibt es Glühcola, Sexspielzeuge und Holz-Dildos. Natürlich erwartet die Besucher auch ein Strip-Zelt, Pornokaraoke und Live-Musik mit leichtbekleideten Engeln. Vorteil: Der Weihnachtsmarkt hat oft deutlich länger geöffnet, als andere.

Spielbudenplatz, U St. Pauli. Bis zum 23. Dezember täglich von 16 bis 23 Uhr, donnerstags bis 24 Uhr, freitags und sonnabends von 13 bis 1 Uhr, sonntags von 13 bis 23 Uhr. Teilweise ist das Betreten erst ab 18 Jahren erlaubt.

Der Traditionelle. Der historische Weihnachtsmarkt auf dem Rathausmarkt Hamburg ist der wohl bekannteste Weihnachtsmarkt in Hamburg. Fast drei Millionen Menschen kommen laut Betreiber Jahr für Jahr vor die ehrwürdige Kulisse des Hamburger Rathauses. Einzigartig in Deutschland ist die thematische Aufteilung der rund 80 Händler auf verschiedene Gassen. Über der Spielzeuggasse fährt eine große Modelleisenbahn, die Handwerksgasse bietet Kunsthandwerk und die Spezialitätengasse vom Tiroler Käse bis hin zur Senfmühle ausgefallene kulinarische Produkte. Eine besondere Attraktion ist der fliegende Weihnachtsmann, der dreimal täglich (16 Uhr, 18 Uhr und 20 Uhr) mit seinem Schlitten über den Köpfen der Besucher schwebt und die Weihnachtsgeschichte erzählt.

Rathausmarkt, U Rathaus. Bis zum 23. Dezember täglich von 11 bis 21 Uhr, freitags und sonnabends bis 22 Uhr geöffnet.

Die Kreativen. Die Weihnachtsmärkte rund um die Mönckebergstraße erstrecken sich über mehrere Straßen und Plätze, vom Gerhard-Hauptmann-Platz über Spitalerstraße, Mönckebergbrunnen, Jacobikirchhof bis zur St.-Petri-Kirche. Hauptattraktion ist die Weihnachtskrippe mit kunstvoll geschnitzten, fast lebensgroßen Krippen-Figuren, aber auch der Wichtelwald, ein Kinderkarussell und die riesige Weihnachtspyramide mit Ausschank von Glühwein. Malereien und Schnitzereien, Gestricktes und Geschliffenes: Insgesamt locken 150 große und kleine Weihnachtsbuden und zahlreiche Attraktionen besonders rund um Kunsthandwerk.

Spitalerstraße/ Gerhart-Hauptmann-Platz, U Mönckebergstraße, U Rathaus, U+S Jungfernstieg/Hauptbahnhof. Bis zum 30. Dezember täglich von 11 bis 21 Uhr (Spitalerstraße), von 10.30 bis 21 Uhr (St.-Petri-Kirche) und 10 bis 21 Uhr (Gerhart-Hauptmann-Platz/Mönckebergbrunnen; Gastronomie bis 23 Uhr). An den Feiertagen gelten andere Öffnungszeiten.

Der Authentischste. Im Herzen von Altona findet in diesem Jahr zum 20. Mal der Ottensener Weihnachtsmarkt statt. Zum Jubiläum gibt es an jedem Tag an einer oder zwei Hütten 20 Prozent Preisnachlass. Insgesamt 50 rot-weiße skandinavische Hütten erstrecken sich vom Bahnhof Altona entlang des Einkaufszentrums Mercado bis zum Spritzenplatz. Das Angebot ist so bunt wie der Stadtteil Ottensen selbst, unter anderem mit einem musikalischen Mitmach-Theater und dem sonntäglichen Puppentheater.

Ottensener Hauptstraße, S Altona. Bis zum 23. Dezember täglich von 11 bis 21 Uhr, donnerstags bis sonnabends bis 22 Uhr, sonntags 12 bis 20 Uhr.

Der Tolerante. Hamburg hat Norddeutschlands größten schwul-lesbischen Weihnachtsmarkt, den Winter Pride Hamburg in St. Georg – mit original rosa-roter Pforte. Einzigartig: Auf dem Weihnachtsmarkt wird es keine Weihnachtsmusik geben, stattdessen spielen diverse DJs, Künstler und Bands auf der Live-Bühne. Für große Gruppen von 10 bis 40 Personen lassen sich eigene Miethütten anmieten, mit Glühwein, Spekulatius und Lebkuchen.

Kirchenallee/ Lange Reihe, S+U Hauptbahnhof. Bis zum 30. Dezember (24. bis 26. Dezember geschlossen) täglich von 12 Uhr bis 22 Uhr, freitags und sonnabends bis 24 Uhr.

Der Gemütliche mit Folklore. Ein wenig abseits vom großen Trubel gestaltet sich der kleine Weihnachtsmarkt am Gänsemarkt zu einem gemütlichen Treff. Nur 30 Marktstände reihen sich um das Lessingdenkmal. Zu fränkischen Flammkuchen, heißen Maronen, original holländischen Poffertjes und französischen Crêpes gibt es Folklore aus Paraguay: Die Band Los Paraguayos verbreitet südamerikanisches Flair und stimmt die Besucher des Gänsemarkts mit ihrer Musik ganz unkonventionell auf Heiligabend ein.

Gänsemarkt, U Gänsemarkt. Bis zum 23. Dezember täglich von 11 Uhr bis 21 Uhr, freitags und sonnabends bis 22 Uhr.

Der Skandinavische. Auf dem Tibarg in Niendorf öffnet dieses Jahr wieder der nordische Weihnachtsmarkt seine Pforten und bietet seinen Besuchern Abwechslung von den typischen Weihnachtsmärkten. Nordische, rustikale Holzhütten und skandinavische Riesen-Tipis runden das Bild ab. Während die Großen sich in der Tipi Weihnachts-Lounge mit Maronen-Glühwein, Schwedenpunsch und Pop-Musik aufwärmen, werden die Kleinen im Kinder-Bastel-Tipi betreut.

Tibarg, U Niendorf Markt. Bis zum 24. Dezember täglich von 11 bis 21 Uhr (Heiligabend bis 14 Uhr), Tipi-Lounge donnerstags bis sonnabends bis 22 Uhr.

Der Neue. Zum ersten Mal öffnet der neue Bergedorfer Wichtelmarkt seine Tore. Von der Alten Holstenstraße über den Johann-Adolf-Hasse-Platz bis hin zur Schlosswiese reihen sich die seltenen Altstadt-Giebelhütten aneinander. Schon von Weitem ist die Lichtinszenierung aus Herrenhuter Sternen über der Schlosswiese zu sehen. Rund 55 Händler bieten kulinarische Spezialitäten und traditionelle Handwerkskunst, fernab der hektischen City, an. Auf der Schlosswiese erwartet Kinder eine liebevoll gestaltete Wichtelhütte inmitten eines Tannenwaldes. Hier wird täglich ein buntes Programm zum Mitmachen geboten.

Schlosswiese und Alte Holstenstraße, S Bergedorf. Bis zum 30. Dezember täglich von 11 bis 22 Uhr (Heiligabend bis 13 Uhr; 25. und 26. Dezember geschlossen).

Der Moderne. Zwischen den schicken Neubauten der Hafencity macht ein beleuchteter Pegasus auf den Adventsmarkt aufmerksam. Der Weihnachtsmarkt in der Hafencity hat in diesem Jahr das Motto „Eisvergnügen für Engel und Bengel“ mit einer Eislaufbahn zum Schlittschuhlaufen und Eisstockschießen. Am 1. Dezember wird dort auch eine exklusive Vorschau der brandneuen „Holiday on Ice“-Produktion „Believe“ präsentiert.

Überseeboulevard in der Hafencity, U Überseequartier. Vom 26. November bis zum 30. Dezember täglich von 12 bis 20.30 Uhr (Gastronomie auslaufend, 24. und 25. Dezember geschlossen), Schlittschuhlaufen täglich 12 bis 18 Uhr (Kinder bis 17 Jahre kostenlos; Erwachsene 4 Euro), Eisstockschießen 18 bis 20 Uhr.

Der Familiäre. Schon seit über einer Woche gibt es auf dem Blankeneser Winterfest in Blankenese Glühwein und gebrannte Mandeln. Neben den Klassikern hat der Markt aber auch Leckereien aus der Toskana oder feinste Burger zu bieten. Mittelpunkt des Marktes ist eine gemütliche Glühweinlounge, in der in festlicher Stimmung getrunken, gefeiert und getanzt werden kann. Für die kleinen Besucher durchquert eine kleine Eisenbahn das Wunderland und lädt zum Mitfahren ein.

Erik-Blumenfeld-Platz, S Blankenese. Bis zum 23. Dezember täglich von 11 bis 21 Uhr (Gas-tronomie auslaufend).

Das Winterdorf mit Schlittschuhbahn. Seit nunmehr zehn Jahren bereichert der Wandsbeker Winterzauber Hamburgs größten Bezirk. Direkt am Wandsbek Markt haben die Veranstalter ein winterlich-weihnachtliches Dorf mit Leckereien und zünftigen Getränken aufgebaut. Schon seit Anfang November hat das Winterdorf geöffnet. Highlight ist die rund 400 Quadratmeter große Eisbahn ohne Eis: Auf einem ökologischen Eislaufboden gleitet man über recycelbaren Kunststoff. Neu ist auch die Mini-Schanze, umrandet von einer Galerie von Bäumen aus Tausenden LED-Lämpchen.

Wandsbeker Marktstraße, U Wandsbek Markt. Bis zum 3. Januar täglich von 10 bis 22 Uhr (an den Feiertagen andere Öffnungszeiten), 90 Minuten Schlittschuhbahn 3 Euro, Kinder unter 14 Jahren 2 Euro, Schlittschuhverleih 4 Euro.

Christgrindelmarkt im Grindelviertel, Allendeplatz, bis 23. Dezember, 12 bis 22 Uhr, sonntags bis 20 Uhr.

Winterdorf in der Osterstraße, Fanny-Mendelssohn-Platz, bis 31. Dezember, 11 bis 21 Uhr, sonntags bis 20 Uhr, Weihnachtsfeiertage zu.

Winterdorf bei der Apostelkirche in Eimsbüttel, bis 23. Dezember, montags bis freitags 14.30 bis 21 Uhr, donnerstags und freitags bis 22 Uhr, Wochenende 12 bis 22 Uhr.

Weihnachtsmarkt Eppendorf, Marie-Jonas-Platz, bis 30. Dezember, montags bis mittwochs 11 bis 20 Uhr, donnerstags bis sonnabends bis 21 Uhr, sonntags 12 bis 20 Uhr, 24. und 25. Dezember geschlossen.

Weihnachtsmarkt mit nordischem Charme bei Ikea, Große Bergstraße, bis 4. Januar, täglich 11 bis 21 Uhr.

Der „geilste“ Weihnachtsmarkt auf der Reeperbahn, Santa Pauli , feiert seinen zehnten Geburtstag. Foto Heimken/dpa

Der „geilste“ Weihnachtsmarkt auf der Reeperbahn, Santa Pauli , feiert seinen zehnten Geburtstag. Foto Heimken/dpa

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