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Hamburg und die Hammaburg: Wie alles begann

Eine Animation im neuen Buch des Archäologischen Museums zeigt, wie Hamburgs Keimzelle, die Hammaburg, in etwa ausgesehen hat. Visualisierung: Archäologisches Museum

Eine Animation im neuen Buch des Archäologischen Museums zeigt, wie Hamburgs Keimzelle, die Hammaburg, in etwa ausgesehen hat. Visualisierung: Archäologisches Museum

Die Hammaburg, die Keimzelle Hamburgs, wird seit jeher auf dem Domplatz im Herzen Hamburgs vermutet. Die Suche nach der historischen Hammaburg ist dabei fast zum Mythos geworden.

Von Claudia Michaelis Mittwoch, 09.11.2016, 18:15 Uhr

In jahrelanger Feinarbeit haben die Experten des Archäologischen Museums in Harburg die historischen Überlieferungen mit ihren aktuellen Grabungsergebnissen verknüpft und das Puzzle zur Entstehungsgeschichte der Hansestadt neu zusammengesetzt. Nach der großen Ausstellung im Museum sind die neuen Erkenntnisse jetzt in greifbarer Form zu haben: Wie die Archäologen das Rätsel um Hamburgs Gründung lösen konnten und warum das Bild zur Frühgeschichte Hamburgs nun geändert werden musste, ist in der neuen Publikation des Museums „Hammaburg – Wie alles begann“ nachzulesen. Das Buch wird durch viele Fotos, Luftaufnahmen, Plänen und virtuellen Rekonstruktionen illustriert und vermittelt ein ganz neues Bild von den Ursprüngen Hamburgs. Nach Abschluss der letzten Grabung hat das Museum in einem mehrjährigen Forschungsprojekt eine Zusammenschau aller bisherigen Untersuchungen mit führenden Historikern vorgenommen. So konnten die Archäologen erstmals eine lückenlose Besiedlungsgeschichte von der Gründung Hamburgs bis in die Gegenwart nachweisen und die historische Hammaburg identifizieren. Sie wissen nun, dass Hamburg keine Gründung Karls des Großen war, dass Hamburgs Vorbild bei Itzehoe lag, dass Hamburg unter Ansgar weder Bistum noch Erzbistum war und dass Hamburg nicht an der Bille lag. (cm)

Das neue Buch

Die Publikation ist für 19,90 Euro im Buchhandel zu haben. 144 Seiten, Hardcover, erschienen im Wachholtz Verlag, ISBN 978-3-529-05271-2, Herausgeber: Rainer-Maria Weiss.

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