Je nach Wochentag stehen unterschiedliche Kurse wie das entspannende „Yin Yoga“ oder „Budokon Flow“ auf dem Programm der Tribe Yoga Base.
Alles fing damit an, dass Laura Feindt sich eine Auszeit von ihrem Job bei einer Versicherung nahm, um zu reisen. „Als ich wieder zurück in Hamburg war, habe ich gemerkt, dass ein Bürojob nicht das Richtige für mich ist“, sagt die Gesundheitswissenschaftlerin.
„Ich habe damals angefangen zu meditieren und bei einer Meditation sollten wir uns unsere Zukunft vorstellen. Da hatte ich das Bild von einem Yoga-Studio im Kopf. Am Anfang dachte ich noch, das wäre Schwachsinn, aber irgendwie hat mich die Idee nicht mehr losgelassen.“ Im Mai hat Feindt die Tribe Yoga Base eröffnet, Hamburgs erstes Yoga-Café.
Die 32-Jährige arbeitete nebenberuflich sowieso schon seit knapp drei Jahren als Yoga-Lehrerin. „Das ist einfach meine große Leidenschaft – also nicht nur selbst praktizieren, sondern auch unterrichten“, sagt sie. Das, was sie selbst durch Yoga fand, nämlich einen Ausgleich zum stressigen Alltag, möchte sie weitergeben. Nach ihrer Auszeit machte Feindt sich auf die Suche nach möglichen Locations und wurde im Weidenstieg in Eimsbüttel fündig: ein heller Saal mit großer Fensterfront, beigen Wänden und hellem Laminat.
Die Idee, Yoga und ein Café zu verbinden, hat Feindt aus Australien mitgebracht. „Yoga-Studios gibt es in Hamburg ja schon und es ist immer gut, etwas Neues zu machen“, grinst sie. „Außerdem habe ich in der Vergangenheit gemerkt, dass Yoga-Schüler oft auf einer Wellenlänge sind, sich in der Umkleide unterhalten und gut verstehen – aber dann geht jeder nach Hause. Ich wollte einen Raum schaffen, wo man im Anschluss an den Kurs noch sitzen und sich austauschen kann.“
Nach dem Sonnengruß serviert Feindt bei Tribe Yoga Base Kaffee und Tee, selbstgemachten, gluten- und zuckerfreien Raw Carrot Cake und Protein Brownies sowie frische Smoothies und Smoothie Bowls mit Toppings. Alle Speisen und Getränke sind vegan. „Das passt zum Yoga“, so Feindt. Auch Brote mit hausgemachten Aufstrichen bietet sie an. Das Café ist jeweils nach dem „Lunch Flow“ ab 13.30 Uhr, montags und donnerstags auch schon nach dem „Dynamic Flow“ um 10.45 Uhr geöffnet.
Da Feindt selbst aus dem Power Yoga kommt, liegt der Schwerpunkt ihres Studios auf dem Vinyasa Flow – ein dynamischer Yogastil, bei dem sich Bewegung und Atmung fließend verbinden. Frühaufsteher können schon um 7 Uhr mit dem „Sunrise Flow“ in den Tag starten. Wer seine Mittagspause aktiv gestalten möchte, kommt zum „Lunch Flow“. Am Abend stehen je nach Wochentag unterschiedliche Kurse wie das entspannende „Yin Yoga“ oder „Budokon Flow“ auf dem Programm. „Das ist neu und kommt aus Amerika“, erklärt Feindt. „Budokon ist eine Mischung aus Yoga und Selbstverteidigung. Man boxt nicht, aber die Bewegungen sind von japanischer Kampfkurs inspiriert. Wir sind das erste Studio in Hamburg, das das als feste Klasse anbietet und die Kurse sind super beliebt.“
Ab September will Feindt auch Kinder-Yoga anbietet, für Januar ist eine Kursreihe für Schwangere in Planung. Sechs Kurse pro Woche gibt sie selbst, darüber hinaus bekommt sie Unterstützung von zehn Yoga-Lehrerinnen. Eine Probe-Stunde kostet zehn Euro, die normale Einzelstunde 17 Euro. Es gibt aber auch Fünfer- und Zehnerkarten sowie Mitgliedschaften. Alle Klassen sind Drop-In-Kurse und bedürfen keiner vorigen Anmeldung.
An den Wochenenden stehen über Yoga-Kurse hinaus auch Workshops auf dem Programm, die sich neben Yoga mit Themen wie Thai Massage oder Ayurveda beschäftigen. „Ich könnte mir auch vorstellen, noch eine Ernährungsberatungsfortbildung zu machen und dazu vormittags Kurse anzubieten“, so Feindt. „Ich glaube, dass das viele Menschen interessiert und mir macht es einfach total Spaß, weil ich so für das Thema brenne.“