Hawesko schließt sein Großlager in Tornesch
Der Groß-Weinhändler Hawesko AG will eines von zwei Großlagern am Standort Tornesch schließen. „Wir werden das Großhandelslager im Sommer zu einem neuen Zentrallager nach Worms verlegen“, kündigte Hawesko-Finanzvorstand Raimund Hackenberg an. Der neue Standort liege näher an den Weinanbaugebieten Südeuropas und Süddeutschlands. „Bisher fährt jede unserer Flaschen rund 700 Kilometer zu viel“, erläuterte Vorstandschef Thorsten Hermelink. Hawesko müsse die Logistik optimieren, um den Kundenservice zu verbessern. Hermelink: „Gerade wer online bestellt, möchte seinen Wein möglichst schnell geliefert bekommen.“ Die Hawesko-Gruppe macht etwa ein Drittel seines Umsatzes über das Internet.
Der Groß-Weinhändler Hawesko AG will eines von zwei Großlagern am Standort Tornesch schließen. „Wir werden das Großhandelslager im Sommer zu einem neuen Zentrallager nach Worms verlegen“, kündigte Hawesko-Finanzvorstand Raimund Hackenberg an. Der neue Standort liege näher an den Weinanbaugebieten Südeuropas und Süddeutschlands. „Bisher fährt jede unserer Flaschen rund 700 Kilometer zu viel“, erläuterte Vorstandschef Thorsten Hermelink. Hawesko müsse die Logistik optimieren, um den Kundenservice zu verbessern. Hermelink: „Gerade wer online bestellt, möchte seinen Wein möglichst schnell geliefert bekommen.“ Die Hawesko-Gruppe macht etwa ein Drittel seines Umsatzes über das Internet.
In Tornesch, wo einmal 500 Mitarbeiter beschäftigt waren, sind noch etwa 200 Stellen übrig. Das Versandhandels-Hochregallager will Hawesko dort einstweilen belassen, wie Hackenberg sagte. In der Stadt im Hamburger Speckgürtel ist zudem das Callcenter mit knapp 100 Beschäftigten angesiedelt.
Nach einem schwierigen Geschäftsjahr 2018 will der größte deutsche Händler für Premiumweine und -sekt seine Investitionen deutlich hochfahren. In den kommenden fünf Jahren sollen 20 Millionen Euro in den Online-Handel, die interne Digitalisierung, die Logistik sowie in den Auf- und Ausbau von Exklusivmarken fließen. Vorstandschef Hermelink: „Exklusivmarken sind eine gute Möglichkeit, uns dem Preiskampf in der Branche zu entziehen.“
Der Weinmarkt war im vorigen Jahr in Deutschland um gut drei Prozent geschrumpft. Hauptursache sei der lange, heiße Sommer gewesen, so Hermelink. „Deutschland ist ein Rotweinland. Bei über 30 Grad trinkt aber kaum jemand Rotwein.“ Diese Einbußen habe Hawesko trotz guten Weihnachtsgeschäfts nicht vollständig ausgleichen können.
In der Folge verpasste der Konzern, unter dessen Dach 19 Unternehmen wirtschaften, seine Anfang 2018 ausgegebenen Ziele. Der Umsatz kletterte zwar um 3,4 Prozent auf 524 Millionen Euro, ein Großteil des Zuwachses entfiel allerdings auf den Zukauf des österreichischen Marktführers Wein & Co. im vorigen Herbst.
Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) lag mit rund 28 Millionen Euro unter dem des Vorjahres (30 Millionen).