„Henneke Rambow: In 20 Tagen einmal nach Marokko und wieder zurück
Die Route der „Henneke Rambow“ führt bis in den Nordwesten Afrikas. Foto Löffler
Die Containerschiffe der Drochterser Reederei Rambow laufen den Hamburger Hafen normalerweise im Wochentakt an – mit einer Ausnahme, der „Henneke Rambow“.
Während die Schwesterschiffe, wie die Ida, Bianka und Vera vorwiegend im Nord-/Ostseebereich unterwegs sind, führt die Route der „Henneke Rambow“ bis in den Nordwesten Afrikas, den marokkanischen Hafen in Agadir. Hin- und Rückreise beanspruchen rund 20 Tage.
Das 134 Meter lange und 23 Meter breite Schiff erblickte 2007 das Licht der Welt als Typ 168 auf der Sietas-Werft Hamburg-Neuenfelde. Der Viertakt-Diesel hat 11421 PS unter der Haube, womit es 34 km/h erreichen könnte, aber aus wirtschaftlichen und ökologischen Gründen nicht sinnvoll wäre. Etwa 860 Standardcontainer (TEU) bewegt die „Henneke Rambow“.
Das Schiff segelt unter deutscher Flagge, auch der Kapitän stammt aus Deutschland. Unter der 14 Mann starken Besatzung befinden sich auch drei Auszubildende zum Schiffsmechaniker. Interessant ist, dass die Schiffe alle zweieinhalb Jahre einen Tüv absolvieren müssen. Dafür werden sie eingedockt und weit umfangreicher kontrolliert als ein Pkw.
Die Reederei Rambow ist bereits seit 1890 in der Schifffahrt aktiv. Gegenwärtig in fünfter Generation geführt, unterhält das Unternehmen 14 Schiffe. Die „Henneke Rambow“ wurde verchartert an MacAndrews mit Hauptsitz in Hamburg, die für CMA CGM tätig sind.
Am Mittwoch, 3. Oktober, gegen 19 Uhr wird die „Henneke Rambow“ vom Lüheanleger aus zu sehen sein. Unter der Rubrik „Schiff der Woche“ stellt das TAGEBLATT einmal pro Woche ein Schiff vor, das in den Hamburger Hafen einläuft. Die angegebenen Ankunfts- und Abfahrtszeiten können sich kurzfristig ändern.