THenschel-Lok: Sie dampft wieder durch Deinste
Von Lütjenkamp durch die Feldmark zum historischen Bahnhof in Deinste und umgekehrt: Am Sonntag wird die alte Lok angeheizt. Foto: Heino Vogel
Die Henschel-Dampflok von 1927 wird wieder fahren. Zwei Jahre stand sie im Schuppen. Jetzt wird sie nach der Corona-Pause erstmals wieder angeheizt. Fahrgäste sind beim Verein Deutsches Feld- und Kleinbahnmuseum in Deinste willkommen.
„In dieser Woche muss sie noch zum TÜV“, sagt Jan Reher. Der Vorsitzende des Vereins ist sich aber sicher, dass die Dampflok da keine Probleme machen wird. Schließlich wurde sie die ganze Zeit über gut gepflegt. Ungefähr 100 Mitglieder hat der Verein DFKM, wie sich das Deutsche Feld- und Kleinbahnmuseum abkürzt. In der Corona-Zeit seien es sogar mehr und nicht weniger geworden, sagt Reher zufrieden. Schließlich sah es zwischenzeitlich einmal nicht so gut mit dem Nachwuchs im Verein aus.
Die Zeit ohne Fahrten wurde genutzt. Drei alte Dieselloks wurden in den zwei Jahren instand gesetzt und unter anderem mit frischer Farbe aufgearbeitet. Diese drei Loks sollen aber noch nicht ihren großen Auftritt haben, wenn am Sonntag, 12. September, um 10.40 Uhr die ersten Fahrgäste vom historischen Bahnhof in Deinste durch die Feldmark nach Lütjenkamp zum Museumsschuppen reisen. Bei jungen und alten Eisenbahnliebhabern besonders beliebt ist die Dampflok, sie ist das Zugpferd des Vereins, der jetzt zum Tag des offenen Denkmals am Sonntag einlädt. Aber auch zu Ostern und zum Nikolaus sind die Fahrten bei Familien sehr beliebt. Die Nikolaus-Fahrt vor fast zwei Jahren war die letzte, bevor Corona alle zu einer Pause zwang.
Es dampft tüchtig, wenn der Anheizer im Lokführerstand die Kohlen nachlegt. Die alte Henschel-Lok kann problemlos die schweren Heeresfeldbahnwagen von 1919 mit Holzbank-Inneneinrichtung über die schmalen Gleise ziehen, die vom Verein extra bei Deinste verlegt worden sind. Die Abfahrten finden am Sonntag stündlich in der Zeit von 10.40 Uhr bis 15.40 Uhr statt. Der Fahrpreis beträgt 5 Euro für Erwachsene und 2,50 Euro für Kinder. Die Preise sind damit stabil geblieben.
Umstieg auf anderen Zug möglich
Die Fahrt vom historischen Deinster Bahnhof nach Lütjenkamp durch die Feldmark und zurück dauert etwa 50 Minuten. Für das leibliche Wohl ist gesorgt. Bei schönem Wetter wird auch der offene Lorenzug mit historischer Diesellok ans neue Streckenende fahren, erklärt Jan Reher. Die Abfahrten für diesen Zug sind stündlich in der Zeit von 11.10 Uhr bis 16.10 Uhr vorgesehen. Es soll dann auch eine Umsteigemöglichkeit vom Dampf- zum Lorenzug und umgekehrt in Lütjenkamp geben, sodass beide Fahrerlebnisse auf ein Ticket möglich sind.
Zu beachten ist von den Besuchern, dass die am Öffnungstag aktuelle Corona-Schutzverordnung eingehalten werden muss. Dazu gehört für die Rückverfolgbarkeit auch die Angabe der Kontaktdaten. Das Deutsche Feld- und Kleinbahnmuseum in Deinste arbeitet hier mit der Luca-App. Wer also die App installiert hat, kann einfach mithilfe des Smartphones einchecken.
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