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Hertie: Bald fällt auch die letzte Hülle

Rund um das Hertie-Gebäude ist ein Holzzaun aufgebaut. Im Inneren laufen die Abrissarbeiten bereits. Fotos Strüning

Rund um das Hertie-Gebäude ist ein Holzzaun aufgebaut. Im Inneren laufen die Abrissarbeiten bereits. Fotos Strüning

Jetzt geht‘s los: In der Stader Innenstadt wurde mit den vorbereitenden Arbeiten für den Abriss des alten Hertie-Hauses begonnen. Drinnen lärmen die Handwerker, draußen wurde ein weithin sichtbarer Holzzaun aufgebaut.

Von Lars Strüning Dienstag, 09.02.2016, 18:37 Uhr

Jetzt sollten auch die letzten Skeptiker verstummen, dem maroden Hertie-Haus geht es wirklich an den Kragen. Deutlich sind die Arbeiter im Inneren des Hauses zu vernehmen, die die Entkernung vorantreiben. Die alte Einrichtung wurde entfernt, die Fenster werden demontiert.

Mitte März soll der Abbruch erfolgen. Die Bagger gehen von der Stockhausstraße Richtung Steile Straße vor. Die ist für die Zeit der Arbeiten gesperrt und dient der Baustelleneinrichtung – nicht nur für den Bau des Geschäftshauses Neuer Pferdemarkt, sondern auch für den Abriss und Neubau des alten Parkhauses vis-à-vis des Hertie-Gebäudes in der Stockhausstraße.

Die beiden Neubau-Projekte sind eng miteinander verzahnt und terminlich aufeinander abgestimmt, heißt es in einer gemeinsamen Presseerklärung der Stadt Stade und der Matrix Immobilien GmbH aus Hamburg. Die Stadt kümmert sich ums Parkhaus, Matrix um das neue Geschäftshaus.

Wenn sich der Rauch des Hertie-Abrisses verzogen hat, legt die Stadt Mitte März beim Parkhaus los. Die Angebote für diesen Auftrag werden derzeit im Rathaus geprüft.

Die Abrissarbeiten, die vor allem die direkte Nachbarschaft belasten, werden von einem externen Sachverständigenbüro begleitet, „damit die Störungen so gering wie möglich“ gehalten werden, versprechen Matrix und Stadt.

Beide Neubauten sollen Ende 2017 – pünktlich zum Weihnachtsgeschäft – fertiggestellt sein, so die Verträge.

Die Stadt investiert 8,4 Millionen Euro in den Kauf der Immobilie, den Abriss und den Bau von 500 Stellplätzen.

Matrix schafft für die Stader Innenstadt zusätzliche 6800 Quadratmeter Verkaufsfläche und Platz für 96 Autos auf dem Dach des Neuen Pferdemarktes, wo die ersten Mieter feststehen. Rewe, Deichmann, Budnikowski, Bijou Brigitte, Hunkemöller und die HypoVereinsbank sollen dazugehören.

Realisiert wird das Matrix-Vorhaben von der Baresel GmbH, das als mit Großprojekten erfahrenes Bauunternehmen gelten würde.

Beide Gebäude sind mit einer Pkw-Brücke und zwei Fußgängerbrücken verbunden, die über die Stockhausstraße führen.

Vom Dach des Geschäftshauses fährt ein Außenfahrstuhl direkt in die Fußgängerzone. Stadt und Matrix sind sich einig: „Der Neue Pferdemarkt wird zugleich Reichweite und Attraktivität Stades weiter steigern.“

Neu wird beim Parkhaus sein, dass es Richtung Wallstraße angeschlossen wird. Bei der Ausfahrt wird rechts abgebogen werden müssen, in Richtung der belebten Kreuzung mit der Schiffertorsstraße.

Sobald Geschäftshaus und Parkhaus stehen, soll diese Kreuzung ab 2018 zu einem Kreisel umgebaut werden.

Stades neuer Stadtbaurat Lars Kolk steht auf die Insellösung. Seine Argumente: mehr Sicherheit, besserer Verkehrsfluss.

Bis dahin sollen auch ein neues Parkleitsystem und ein abgestimmtes Parkkonzept in Stade stehen, unter anderem mit längeren Öffnungszeiten der Parkhäuser.

Wenn das Geschäftshaus Neuer Pferdemarkt und das Parkhaus (ganz rechts ist das alte zu sehen) fertiggestellt sind, soll die Kreuzung Schiffertorsstraße zu einem Kreisel umgebaut werden.

Wenn das Geschäftshaus Neuer Pferdemarkt und das Parkhaus (ganz rechts ist das alte zu sehen) fertiggestellt sind, soll die Kreuzung Schiffertorsstraße zu einem Kreisel umgebaut werden.

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